Touri-Bahn rollt wieder über die Grenze!

Cranzahl - Die sächsisch-tschechische Grenze ist wieder offen - und jetzt rollen auch endlich Wochenendzüge. Am Sonnabend nahm die Länderbahn Cranzahl-Vejprty-Chomutov ihren Saisonbetrieb auf.

Schnell und bequem zum Wandern oder Radeln nach Tschechien: Das macht an Wochenenden die Länderbahn möglich.
Schnell und bequem zum Wandern oder Radeln nach Tschechien: Das macht an Wochenenden die Länderbahn möglich.  © Kristin Schmidt

Martin Sturm (61) aus Osnabrück stieg am Nachmittag vorbildlich mit Mund- und Nasenmaske in den dreimal täglich fahrenden Zug. 

Er freut sich über das Angebot: "Ich mache ja Urlaub in der Region."

Am Samstagvormittag waren es vor allem Tschechen, die ins Erzgebirge fuhren - und mit dem Fahrrad zurück. 

"Wir bieten ja auch eine kostenlose Fahrradmitnahme. Unsere Länderbahn richtet sich vordergründig an Touristen", sagt Unternehmenssprecher Jörg Puchmüller (53).

Eigentlich sollte die im niederbayerischen Viechtach ansässige Länderbahn mit Niederlassungen in Sachsen und Tschechien schon Ende April fahren. 

Doch die Corona-Krise verschob den Start.

Martin Sturm (61) freut sich über das Angebot. Die Pandemie sorgte für einen verspäteten Start und Auflagen.
Martin Sturm (61) freut sich über das Angebot. Die Pandemie sorgte für einen verspäteten Start und Auflagen.  © Kristin Schmidt

Länderbahn Cranzahl-Vejprty-Chomuto fährt bis zum 28. September

"Dafür geht jetzt der Sommer richtig los", so Puchmüller.

Beauftragt wurde sein Unternehmen von der Erzgebirgsbahn, die den südlichsten Teil der Strecke Chemnitz-Chomutov auch 2020 wieder bedienen wollte.

Zwischen 2014 und 2016 war der Personenzugverkehr sogar komplett ausgesetzt. Zum Einsatz kommt nun ein Trilex-Triebwagen mit 70 Sitzplätzen.

"Die Saison läuft planmäßig bis zum 28. September. Im Winter soll eine Evaluation stattfinden - wir gehen davon aus, dass der Fahrbetrieb auch 2021 fortgesetzt wird", sagt Puchmüller.

An den kommenden Wochenenden können Fahrgäste um 10.09, 14.09 oder 18.09 Uhr zusteigen, Endstation ist nach 17 Zwischenhalten und rund anderthalb Stunden später Chomutov.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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