Umzug statt Evakuierung: AWO räumt Pflegeheim Willy-Brandt-Haus um

Chemnitz - 165 Seniorinnen und Senioren im Seniorenpflegeheim Willy-Brandt-Haus entgehen einer Evakuierung durch die gefundene Fliegerbombe im Chemnitzer Heckertgebiet.

Das Seniorenpflegeheim Willy-Brandt-Haus der AWO wird nicht evakuiert. Etwa 35 Bewohner ziehen innerhalb des Gebäudes um.
Das Seniorenpflegeheim Willy-Brandt-Haus der AWO wird nicht evakuiert. Etwa 35 Bewohner ziehen innerhalb des Gebäudes um.  © Ralph Kunz

Das Wohnheim an der Johannes-Dick-Straße liegt zwar im Ein-Kilometer-Sperrkreis, muss aber nicht geräumt werden. Stattdessen wurde am Donnerstag umgeräumt und umgezogen.

"Die Entscheidung, dass wir das Heim nicht räumen müssen, hat die Stadt getroffen", teilt die AWO mit. Am Donnerstagnachmittag rückte die Feuerwehr an und vereinbarte mit der Einrichtungsleitung eine Teilräumung des Gebäudes. 

Etwa 35 Bewohner, darunter fünf Bettlägerige, kommen in anderen Abteilungen in leerstehenden Zimmern unter. Die rund weiteren 130 Personen behalten ihr vertrautes Wohnumfeld. 

Die Zimmer, die in dem Bombe-zugewandten Hausbereich liegen, werden von AWO-Mitarbeitern freigeräumt. Die Außenjalousien werden geschlossen. 

Die Teams der insgesamt 137 Mitarbeiter werden von Verwaltungskräften unterstützt.

Der Fundort der Fliegerbombe in der Wilhelm-Firl-Straße.
Der Fundort der Fliegerbombe in der Wilhelm-Firl-Straße.  © Bernd Rippert

"Wir sind dankbar, dass wir unser Willy-Brandt-Haus nicht evakuieren müssen. Die Zeiten sind für unsere Bewohner durch die mit dem Corona-Virus einhergehenden Beschränkungen bereits sehr belastend. Wir sind uns sicher, dass die Stadt ihre Entscheidung in dieser Ausnahmesituation gut abgewogen hat.“

Titelfoto: Bernd Rippert, Ralph Kunz

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