Polizei warnt vor immer mehr Wildunfällen

Zwickau - Vorsicht im Herbst: Die Zahl der Wildunfälle steigt derzeit deutlich. Aber nicht nur jahreszeitlich. 

Wildunfälle häufen sich im Herbst, vor allem am Abend - und nehmen seit Jahren zu. Die Polizei warnt vor schweren Kollisionen.
Wildunfälle häufen sich im Herbst, vor allem am Abend - und nehmen seit Jahren zu. Die Polizei warnt vor schweren Kollisionen.  © dpa/Julian Stratenschulte

Seit Jahren nehmen diese Unfälle im Polizeibezirk Zwickau zu. Polizeisprecherin Christina Friedrich (34) warnt: "Bitte nehmen Sie in der Dämmerung vor allem in Waldgebieten den Fuß vom Gas. Warnschilder zu Wildunfällen stehen nicht zum Spaß an der Straße."

Von 2015 bis 2019 stieg die Zahl der Wildunfälle von 1400 auf 1700, die der verletzten Autoinsassen 2018/19 von elf auf 25. 

Polizeisprecher Christian Schünemann (37): "Im Oktober und November gibt es eine Häufung. Besonders gefährlich ist es morgens und ab 21 Uhr."

Wildtiere tauchen meist wie aus dem Nichts auf der Straße auf. Christina Friedrich rät: "Bitte so langsam fahren, dass man auch noch die Straßenränder links und rechts im Auge behalten und reagieren kann. Das kann auch mal Tempo 50, 60 sein."

Wenn ein Reh, Hirsch oder Wildschwein auf der Straße auftaucht, sollten Autofahrer sofort abblenden und scharf bremsen. 

"Nicht das Lenkrad verreißen, um den Tieren auszuweichen", sagt Christina Friedrich. "Schon mancher Fahrer ist dabei gegen einen Baum geprallt." Dennoch: Auch der Aufprall auf ein großes Tier kann schwere Folgen haben - Verletzungen oder Totalschäden.

"Diese Schilder stehen hier nicht zum Spaß": Polizeisprecher Christian Schünemann (37) bittet um Vorsicht vor Wildwechsel.
"Diese Schilder stehen hier nicht zum Spaß": Polizeisprecher Christian Schünemann (37) bittet um Vorsicht vor Wildwechsel.  © Kristin Schmidt

Wichtig sei bei Dämmerungsfahrten durch den Wald der Abstand zum Vordermann. Erst am Mittwoch fuhr in Eichigt ein Fahrer auf, weil er von der plötzlichen Vollbremsung des Vordermanns völlig überrascht wurde. 

Titelfoto: Montage: dpa/Julian Stratenschulte, Kristin Schmidt

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