Deshalb gibt es vorerst keine Virentöter-Lüfter für Chemnitzer Schulen

Chemnitz - Limbach-Oberfrohna hat jetzt welche, in Augustusburg und Burgstädt sollen sie kommen. Doch Chemnitzer Schulen erhalten erstmal keine Coronakiller-Belüftungsgeräte.

Besser gerüstet als Chemnitz: Nico Namyslak (32) installierte am Freitag Belüftungsgeräte in allen Klassenzimmern der Limbach-Oberfrohnaer Goethe-Grundschule.
Besser gerüstet als Chemnitz: Nico Namyslak (32) installierte am Freitag Belüftungsgeräte in allen Klassenzimmern der Limbach-Oberfrohnaer Goethe-Grundschule.  © Sven Gleisberg

"Im Bestand der Stadt Chemnitz gibt es derzeit keine Schulen mit maschineller Be- und Entlüftung von Unterrichtsräumen. Dies gilt auch für mobile Luftreinigungsanlagen", heißt es dazu von der Stadtverwaltung.

Bezogen wird sich auf eine Bundesbehörde. "Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt, mobile Luftreiniger nur in Ausnahmefällen und als flankierende Maßnahme einzusetzen", erläuterte dieses Mitte November.

Die Chemnitzer Entscheidung ist jedoch nicht endgültig. Eine Stadtsprecherin: "Es erfolgt ein gutachterlicher Testbetrieb, sobald der für die Testung erforderliche schulische Regelbetrieb wieder aufgenommen wurde."

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Das ist nun in Grundschulen möglich: Dort beginnt ab Montag wieder Präsenzunterricht. Für die Tests kommen Schulgebäude infrage, die keine Lüftungsanlagen haben oder wo das Lüften über Fenster nur schlecht möglich ist.

Es gibt verschiedene Arten von Belüftungsgeräten, die Keime wie Coronaviren abtöten können. In Limbach-Oberfrohna kommen UVC-Strahlungs-Anlagen einer Mittweidaer Firma zum Einsatz; ähnliche Möglichkeiten bieten Hochleistungsschwebstoff-Filter und Geräte mit Elektronenentfernung (Ionisation) oder Plasma.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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