Wegen Corona: Lange Warteliste in Chemnitzer Psychiatrie

Chemnitz - Die Psychiatrie im Chemnitzer Klinikum ist voll, die Warteliste lang. "Unter dem Eindruck der Corona-Maßnahmen und den dadurch geänderten Lebensbedingungen suchen die Menschen zunehmend Rat und Hilfe bei uns", so Klinikumssprecher Arndt Hellmann (59).

Die Psychiatrie im Chemnitzer Klinikum ist voll. Die Begleiterscheinungen der Pandemie wirken sich auf die seelische Gesundheit vieler Menschen aus.
Die Psychiatrie im Chemnitzer Klinikum ist voll. Die Begleiterscheinungen der Pandemie wirken sich auf die seelische Gesundheit vieler Menschen aus.  © Maik Börner

Ein weiterer Grund für die Zunahme: "Viele öffentliche Institutionen für psychisch kranke Menschen haben coronabedingt geschlossen oder ihr Angebot eingeschränkt", so Hellmann weiter.

Kommunikation über soziale Medien, Telefongespräche und Videosprechstunden: Sie seien für manche Menschen durchaus hilfreich - "für andere eben nicht". Was die Krankheitstage wegen psychischen Beschwerden anbelangt, liegt Chemnitz über dem Sachsen-Durchschnitt. Das besagt eine Statistik der AOK Plus.

Besonders prekär war die Lage in den ersten beiden Lockdown-Monaten März und April. Hier kamen in Chemnitz im März 175 Fehltage pro 1000 Versicherte zusammen und im April 170.

Im restlichen Sachsen waren es im März 168 und im April 166.

Titelfoto: Maik Börner

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