Wegen kaltem Winter: ASR braucht 1,5 Mio. Euro Nachschlag

Chemnitz - Der Bibber-Winter hat am Budget des städtischen Stadtreinigungsbetriebs ASR genagt. Zu den kalkulierten Kosten von circa 3 Millionen Euro 2021 soll der Stadtrat in Chemnitz daher kommende Woche weitere 1,5 Millionen Euro bereitstellen.

Die Winterdienstler des ASR hatten in dieser Saison alle Hände voll zu tun. Thomas Theiler (63) war am kältesten Tag mit bis zu -18 Grad mit dem Räumfahrzeug im Einsatz.
Die Winterdienstler des ASR hatten in dieser Saison alle Hände voll zu tun. Thomas Theiler (63) war am kältesten Tag mit bis zu -18 Grad mit dem Räumfahrzeug im Einsatz.  © Ralph Kunz

Als Grund nennt der ASR unter anderem die Witterungslage im ersten Quartal 2021, so Baubürgermeister Michael Stötzer (48, Grüne). Durch diese sei eine "intensive Betreuung notwendig" gewesen, was zu deutlich höheren Material- und Personalkosten geführt habe.

Peter Zedler vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig erklärt, dass der Winter 2020/2021 zwar strenger als der vorherige - im Grunde jedoch immer noch zu warm war.

Dennoch hatten es manche Tage in sich: Der 11. Februar war mit bis zu -18,7 Grad der deutlich kälteste Tag (gerade einmal zwei Wochen später folgte der wärmste mit +18 Grad).

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ASR-Sprecherin Beate Bodnár (55) fügt hinzu, dass bis einschließlich April 2021 insgesamt 65 Frosttage, davon 26 Eistage zu verzeichnen waren. An insgesamt 42 Tagen sei in diesem Zeitraum Schnee gefallen, an 29 Tagen davon war die Decke deutlich über einem Zentimeter.

Ausgaben für Streusalz, aber auch andere Kosten wie die Instandhaltung der Technik haben ein Loch in den Geldbeutel des ASR gerissen.
Ausgaben für Streusalz, aber auch andere Kosten wie die Instandhaltung der Technik haben ein Loch in den Geldbeutel des ASR gerissen.  © Ralph Kunz

"Allein im Januar mussten daher circa 4000 Tonnen Streusalz auf öffentlichen Straßen ausgebracht werden." Derzeit gebe es eine Reserve von 7000 Tonnen. Weitere Kosten seien etwa durch steigende Kraftstoffpreise sowie Ersatz- und Verschleißteilkosten für Reparatur und Wartung der Technik entstanden.

Titelfoto: Ralph Kunz

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