Wird es einen Weihnachtsmarkt in Chemnitz geben? Das sagt OB Schulze dazu

Chemnitz - Trotz hoher Inzidenz (Stand Mittwoch: 600,7) hält Chemnitz am Weihnachtsmarkt fest. Laut Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) wird bei der Pandemie-Bekämpfung seit Montag nun auch die Bundeswehr eingesetzt. Außerdem ist die Wiedereröffnung eines Impfzentrums geplant.

Auf dem Chemnitzer Markt stehen die aufgebauten Hütten. Der Weihnachtsmarkt soll am 26. November eröffnet werden.
Auf dem Chemnitzer Markt stehen die aufgebauten Hütten. Der Weihnachtsmarkt soll am 26. November eröffnet werden.  © Kristin Schmidt

"Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung ist das Abhalten von Weihnachtsmärkten erlaubt. Wir machen uns weiterhin Gedanken bezüglich Hygienemaßnahmen, der Einhaltung von Abständen und was den Ausschank von Alkohol betrifft. Letztendlich halten wir die Umsetzung des Weihnachtsmarktes unter den jetzigen Bedingungen für realisierbar", betonte der Chemnitzer OB am Dienstag beim Pressegespräch im Rathaus.

Einen Antrag der AfD, im Stadtrat eine Sondersitzung einzuberufen, in der der OB die Durchführung des Weihnachtsmarktes von den Räten angeordnet bekommt, lehnte Schulze ab. Begründung: "Das Durchführen von Marktveranstaltungen liegt bei der Stadtverwaltung und nicht beim Stadtrat."

Hinsichtlich der Kontaktnachverfolgung werden seit Montag zehn Bundeswehrsoldaten aus Thüringen eingesetzt, so Schulze.

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Ab nächster Woche sollen außerdem 20 Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen und vom Jobcenter das Gesundheitsamt unterstützen.

Laut Schutzverordnung sollen die einzelnen Buden einen größeren Abstand voneinander haben.
Laut Schutzverordnung sollen die einzelnen Buden einen größeren Abstand voneinander haben.  © Uwe Meinhold
Weihnachtsmarkt 2019: Vor zwei Jahren musste man noch nicht auf Abstandsregeln und eine Mund-Nasenbedeckung achten.
Weihnachtsmarkt 2019: Vor zwei Jahren musste man noch nicht auf Abstandsregeln und eine Mund-Nasenbedeckung achten.  © Uwe Meinhold
Seit Montag greift die Bundeswehr dem Gesundheitsamt in puncto Kontaktnachverfolgung wieder unter die Arme.
Seit Montag greift die Bundeswehr dem Gesundheitsamt in puncto Kontaktnachverfolgung wieder unter die Arme.  © dpa/Stefan Sauer
OB Sven Schulze (50, SPD) betonte, dass zwei große Baustellen in Sachen Pandemiebekämpfung der Personal - und vor allem der Impfstoffmangel seien.
OB Sven Schulze (50, SPD) betonte, dass zwei große Baustellen in Sachen Pandemiebekämpfung der Personal - und vor allem der Impfstoffmangel seien.  © Kristin Schmidt

Comeback für Chemnitzer Impfzentrum

Im Dezember soll das ehemalige Impfzentrum im ehemalige Netto-Markt der Wilhelm-Raabe-Straße reaktiviert werden.
Im Dezember soll das ehemalige Impfzentrum im ehemalige Netto-Markt der Wilhelm-Raabe-Straße reaktiviert werden.  © Kristin Schmidt

Laut Schulze ist weiterhin geplant, im Dezember das ehemalige Impfzentrum in dem früheren Netto-Markt der Wilhelm-Raabe-Straße wiederzueröffnen.

Schulze: "Dort sollen zwei Impfteams von Montag bis Freitag - nach Möglichkeit auch am Samstag - Impfungen vornehmen können. Wir als Stadt können die Infrastruktur liefern."

Und weiter: "Personal und vor allem genügend Impfstoff müssen von außen kommen."

Titelfoto: Uwe Meinhold, Kristin Schmidt

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