Wie wird der Winter? Kater Nero sagt es uns

Voigtsdorf - "Nicht zu kalt, nicht zu mild - uns steht ein durchschnittlicher Winter ins Haus", orakelt Katzen-Meteorologe Jens Lommatzsch (60), der vom Katzenspeck auf die Strenge des Winters schließt.

Wiegemeister Jens Lommatzsch (60) und Jonny May (52) wogen Kater Nero (10) diesmal im Home-Office. Die Wiegekommission schaut ausgedruckt zu.
Wiegemeister Jens Lommatzsch (60) und Jonny May (52) wogen Kater Nero (10) diesmal im Home-Office. Die Wiegekommission schaut ausgedruckt zu.  © Detlev Müller

Beim traditionellen Voigtsdorfer Katzenwiegen brachte Kater Nero (10) am Sonntag 5450 Gramm auf die Waage - fast ein Kilogramm mehr als im August. "Es gab Jahre, da wog Nero 6,5 Kilo."

Weil das öffentliche Spektakel mit Blaskapelle und Menschenauflauf ausfallen musste, gibt's ab Montagabend ein Video unter www.voigtsdorfer-katzenwiegen.de zu sehen.

Vergnüglich wird es trotzdem, verspricht Lommatzsch: "Der Radetzky-Marsch kommt vom Grammofon, die Prüfungskommission hängt ausgedruckt an der Wäscheleine."

Die erste Schneedecke kommt pünktlich zum meteorologischen Winteranfang: "In der Nacht zum Dienstag erwarten wir Schnee bis ins Tiefland. In Chemnitz könnten es ein bis zwei Zentimeter werden", sagt Meteorologe Peter Zedler (38) vom Deutschen Wetterdienst.

Das Tief "Undine" schickt vom Nordmeer her den kalten Gruß.

In den kalten Tälern des Erzgebirges hielt sich der Nebel, während auf den Bergen die Sonne strahlte.
In den kalten Tälern des Erzgebirges hielt sich der Nebel, während auf den Bergen die Sonne strahlte.  © Bernd März
Ein seltener weißer Nebelbogen spannte sich bei Annaberg über die Landschaft.
Ein seltener weißer Nebelbogen spannte sich bei Annaberg über die Landschaft.  © Bernd März

Vorher sorgte noch Hoch "Willy" im Erzgebirge für ein seltenes Naturschauspiel. Eine Inversionswetterlage, bei der die Luft im Tal kälter als auf den Berggipfeln ist, ließ bei Annaberg-Buchholz einen seltenen Nebelbogen aufsteigen.

"Er erscheint im Sonnenlicht weiß. Die Nebeltröpfchen sind mit weniger als 50 Mikrometer deutlich kleiner als Regentropfen, sodass sich die Lichtbrechung in den feinen Tröpfchen überlagert", so Zedler.

Titelfoto: Detlev Müller

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