Zahlreiche Schäden und drei Verletzte nach Sturmtief in Chemnitz und Umgebung

Chemnitz/Mittelsachsen/Erzgebirgskreis - Sturmtief "Hendrik" hat am Donnerstag für Schäden und Chaos in Sachsen gesorgt. Die Polizeidirektion Chemnitz hat für ihren Zuständigkeitsbereich eine Bilanz gezogen.

In Weißenborn musste eine Rotbuche nach dem Sturm gekürzt werden.
In Weißenborn musste eine Rotbuche nach dem Sturm gekürzt werden.  © Marcel Schlenkirch

Am gesamten Donnerstag musste die Polizei zu insgesamt 140 Einsätzen ausrücken. Nach derzeitigen Informationen wurden bei 15 witterungsbedingten Unfällen drei Personen verletzt.

Einen örtlichen Schwerpunkt konnte die Polizei nicht benennen. Bei den Notrufen ging es vermehrt um die Anzeigenaufnahme durch Schäden wegen herabfallender Äste und umgeknickter Bäume. Herumfliegende Gegenstände sorgten vereinzelt auch für Sachschäden. In Chemnitz waren große Weiden-Äste abgebrochen und drohten in Höhe Adelsbergstraße auf die Oberleitung der Straßenbahn zu fallen und mussten deshalb von der Feuerwehr entfernt werden.

Nach Auskunft der Polizei war das Einsatzgeschehen in Mittelsachsen am höchsten. In Weißenborn wurde eine Jahrhundert alte Rotbuche mehrfach gespalten. Der Verkehrsknoten zwischen Freiberg, Frauenstein und Lichtenberg war für mehrere Stunden gesperrt.

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Im Erzgebirgskreis gab es durch Sturmtief "Hendrik" mehrere Verletzte. In Wolkenstein stürzte ein Baum auf einen vorbeifahrenden Peugeot. Dabei wurden zwei Insassen leicht verletzt. Durch einen umstürzenden Baum wurde in Aue-Bad Schlema ein Mann (66) schwer verletzt. Ein vorbeikommender Mann konnte den unter dem Baum Liegenden mithilfe einer Kettensäge befreien. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

In Chemnitz drohten Weiden-Äste auf die Oberleitung der Straßenbahn zu fallen.
In Chemnitz drohten Weiden-Äste auf die Oberleitung der Straßenbahn zu fallen.  © haertelpress / Harry Härtel

Für den Freitag hat der Deutsche Wetterdienst erneut eine Warnung vor sturmartigen Böen herausgegeben. Betroffen sind besonders höhere Lagen wie der Fichtelberg, aber auch ungeschützte Lagen.

Titelfoto: haertelpress / Harry Härtel

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