Zehn Prozent sind erst der Anfang! Chemnitzer Kita-Beiträge sollen heftig steigen

Chemnitz - Die Stadt Chemnitz plant ihre erste - und nicht die letzte - Erhöhung der Elternbeiträge in elf Jahren.

Stadträtin Sandra Zabel (49, Linke) findet, es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt für Kostenerhöhungen.
Stadträtin Sandra Zabel (49, Linke) findet, es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt für Kostenerhöhungen.  © Kristin Schmidt

Gibt der Stadtrat grünes Licht, zahlen Erziehungsberechtigte künftig zehn Prozent mehr für den Kindergarten- und Hortplatz. Ab 2022 sollen die Beiträge dann jährlich angepasst werden.

So sollen die Kosten für eine elfstündige Betreuung (das Maximum) in der Krippe auf 230,74 Euro und im Kindergarten auf 156,96 Euro für das erste Kind pro Monat steigen.

Die Maximalbetreuung von sechs Stunden würde im Hort 72,51 Euro und in der Ganztagsbetreuung 72,51 Euro kosten. Ab Juli 2022 sollen die Beiträge dann Jahr für Jahr prozentual angepasst werden. Maßstab sind die Platzkosten, die zu dieser Zeit herrschen.

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Dieses Vorhaben bekommt Gegenwind aus dem Jugendhilfe-Ausschuss. "Ich sehe dieses Vorhaben durchaus kritisch", sagt Solveig Kempe (40, CDU), die zu bedenken gibt, dass Eltern sich finanziell von der Pandemie erholen müssten. Auch Sandra Zabel (49, Linke) hält den Zeitpunkt für ungünstig.

Die Kinderbetreuung wird in Chemnitz teurer. Wie teuer, entscheidet der Stadtrat im Juni. (Symbolbild)
Die Kinderbetreuung wird in Chemnitz teurer. Wie teuer, entscheidet der Stadtrat im Juni. (Symbolbild)  © dpa/Jens Büttner

Außerdem mahnt sie vor Planungsschwierigkeiten für Eltern. Nico Köhler (45, AfD) geht sogar einen Schritt weiter und kritisiert die für 2021 geplante Kostensteigerung. Bei den zehn Prozent sieht er noch Luft nach unten.

Titelfoto: dpa/Jens Büttner

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