Zwickauer Professor hilft jetzt als Corona-Pfleger im Chemnitzer Klinikum aus

Chemnitz/Zwickau - Viele Krankenhäuser sind wegen steigender Corona-Fälle überlastet (TAG24 berichtete). Um den Personalmangel entgegenzuwirken, hilft Professor Christian Pihl (53) von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) seit Jahresbeginn im Chemnitzer Klinikum aus.

Prof. Christian Pihl (53,links) von der Westsächsischen Hochschule Zwickau unterstützt das Chemnitzer Klinikum als Pfleger auf einer Corona-Station.
Prof. Christian Pihl (53,links) von der Westsächsischen Hochschule Zwickau unterstützt das Chemnitzer Klinikum als Pfleger auf einer Corona-Station.  © Klinikum Chemnitz

Der gelernte Krankenpfleger möchte in der aktuellen Corona-Krise dort helfen, wo Hilfe derzeit am meisten gebraucht wird: in den Kliniken. "In schwierigen Zeiten sollten wir alle zusammenstehen", sagt Pihl, der mehrere Jahre in der Neurochirurgie, der Urologie und der stationären Altenpflege tätig war.

Seine Ausbildung zum Krankenpfleger ist zwar schon etwa 30 Jahre her, aber die Tätigkeiten als Pfleger verlernt man nicht, so der Hochschul-Professor. Auch Aufgaben zu übernehmen und so das Stammpersonal zu entlasten, ist für ihn Motivation.

"Ich habe den Beruf damals mit voller Zufriedenheit gelebt und fand diesen toll. Man hat ein positives Feedback, und man weiß jeden Tag, was man getan hat", berichtet der 53-Jährige.

Daher entschied sich der gebürtige Dortmunder, der Gesundheitsökonomie an der WHZ in Zwickau lehrt, für eine gewisse Zeit seinen Dienst auf einer Corona-Station im Chemnitzer Klinikum zu leisten.

Pflegedirektorin: "Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützen möchte"

Professor Christian Pihl ist einer von derzeit fast 80 Freiwilligen, die am Klinikum Chemnitz neben ihrer üblichen Arbeit je nach Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, um dem Pflegepersonal unter die Arme zu greifen.

"Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützen möchte", sagt die Pflegedirektorin Ines Haselhoff vom Chemnitzer Klinikum.

Einige der 80 Helfenden seien auch Krankenhausmitarbeiter, die freiwillig auf ihren Urlaub verzichtet haben, Dienste tauschten oder sich auf eigenen Wunsch versetzen ließen.

Titelfoto: Klinikum Chemnitz

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