13. Februar und Corona: Blockade gegen Nazi-Aufmarsch? Widerstand vor allem "virtuell"

Dresden - "Dresden blockiert", doch ohne Blockaden? Auch dieses Jahr ruft das Bündnis "Dresden nazifrei" zu Protesten gegen geplante Neonazi-Veranstaltungen zum Jahrestag der Bombardierung der Landeshauptstadt auf. Doch wegen der Corona-Pandemie bleibt dieses Jahr von den sonstigen Blockadeversuchen wohl nur das Protestmotto.

Zu Sitzblockanden wie dieser ruft das Bündnis "Dresden nazifrei" dieses Jahr wegen der Pandemie nicht auf.
Zu Sitzblockanden wie dieser ruft das Bündnis "Dresden nazifrei" dieses Jahr wegen der Pandemie nicht auf.  © Eric Hofmann

"In diesem Jahr ist alles anders", sagt Rita Kunert (59) für das Bündnis. "An alle an diesem Tag geltenden Regeln werden wir uns halten."

Das gilt auch für die sonst immer befürworteten Blockaden: "Dass wir uns dieses Jahr nicht auf die Straße setzen können, erschließt sich von selbst", so die Sprecherin.

Und weiter: "Ich hoffe aber, dass auch dem Gegner verboten wird, durch die Stadt zu laufen."

Was die Neonazi-Szene am 13. Februar vorhat, ist noch nicht endgültig geklärt, bislang ist dort von einer "Kundgebung mit Feierstunde" die Rede.

Hatten sie erst noch eine Kundgebung mit Aufzug angezeigt, liegt der Versammlungsbehörde mittlerweile nur noch eine Anzeige einer stationären Kundgebung vor.

Dazu kommt allerdings auch eine der "Jungen Nationalisten": Gut möglich, dass hier ein Demozug als Ortswechsel geplant ist.

Ob die Neonazis um Maik Müller (38, M.) wieder einen Demozug durchführen, ist noch unklar.
Ob die Neonazis um Maik Müller (38, M.) wieder einen Demozug durchführen, ist noch unklar.  © Eric Hofmann

Aus dem Bündnis Nazifrei sind an vielen Orten kleinere Kundgebungen angemeldet, um dagegen zu protestieren. Der "Täterspuren Mahngang" am Sonntag wird diesmal ebenfalls auf kleinere Einzelkundgebungen reduziert und dann ins Netz gestreamt.

Titelfoto: Eric Hofmann

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