Ab Dienstag scharfe Kontrollen! So werden Masken-Muffel in Bus und Bahn abgestraft

Dresden - Wer nicht hören will, muss fühlen. Das gilt ab Dienstag auch für Masken-Muffel, die ohne Mund-Nase-Schutz in Bussen und Bahnen der DVB unterwegs sind. Die müssen dann 60 Euro berappen. Das schreibt die neue Corona-Schutzverordnung des Freistaates vor.

Mit Plakaten wie diesen sollen Masken-Muffel überzeugt werden
Mit Plakaten wie diesen sollen Masken-Muffel überzeugt werden  © Petra Hornig

Bei den Verkehrsbetrieben begrüßt man die Regelung. 

"Ich bin sehr froh, dass das Bußgeld kommt", sagt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach (52). "Allerdings finde ich 60 Euro ein bisschen wenig, denn es muss wirken."

Wie die neue Regelung durchgesetzt werden soll, steht bereits fest. 

Wird von einem der 14 Kontrollteams, die täglich im Einsatz sind, ein Fahrgast ohne Maske erwischt, soll dieser zunächst angesprochen werden und die Möglichkeit bekommen, diese noch aufzusetzen, erklärt Hemmersbach. 

Passiert das nicht, sollen die Kontrolleure die Personalien feststellen, die dann an das Ordnungsamt weitergeleitet werden.

Dort wird dann der Bußgeldbescheid erstellt und verschickt. Dafür arbeiten die DVB mit dem Amt und der Polizei zusammen. 

Vor Ort bekommt der Fahrgast nur eine schriftliche Verwarnung vom Kontrollpersonal. Wer sich weigert, seine Personalien anzugeben, muss Bus oder Bahn verlassen, was notfalls auch mit der Polizei durchgesetzt wird.

DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach (52, l.) und Marktforscher Mirko Rüde (50) werben für das Tragen der Masken.
DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach (52, l.) und Marktforscher Mirko Rüde (50) werben für das Tragen der Masken.  © Petra Hornig

Masken-Muffel von vornherein einfach nicht mitzunehmen, funktioniere im Stadtverkehr übrigens nicht, sagt Hemmersbach. Dafür werden bei den Fahrzeugen zu viele Türen geöffnet. 

"Im Bus alle nur vorn einsteigen zu lassen, geht nicht. Das würde den Fahrplan sprengen." Um Bußgelder möglichst zu vermeiden, wollen die DVB ihre Fahrgäste für das Thema sensibilisieren. Deshalb bekommen einige Straßenbahnen an der Front einen Mundschutz-Aufkleber. Außerdem wird eine Plakatkampagne gestartet.

Titelfoto: Petra Hornig

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