Alter Leipziger Bahnhof: Zukunft weiter völlig offen

Dresden - Wie soll es mit dem 27 Hektar großen Gelände (entspricht 38 Fußballfeldern) am Alten Leipziger Bahnhof weitergehen? Darüber wird seit Monaten in einer sogenannten Begleitgruppe diskutiert, der die Grundstückseigentümer sowie Vertreter der Stadt Dresden und der Zivilgesellschaft angehören.

Das riesige Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs soll bebaut werden.
Das riesige Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs soll bebaut werden.  © Holm Helis

Eine Einigung, welche Flächen bebaut werden und welche nicht, wurde bislang jedoch nicht gefunden.

Sehr zum Ärger von Dissidenten-Stadtrat Johannes Lichdi (58, Grüne). Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne) versuche, eine umfangreiche Bebauung durchzudrücken, und baue unangemessen Druck auf, so Lichdis Vorwurf.

Damit sei er in der Sitzung der Begleitgruppe jedoch gescheitert. Nun warte man, welche "Eckpunkte für die Ausschreibung des städtebaulichen Wettbewerbs" Kühn am 14. September dem Bauausschuss vorlegt.

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Der Baubürgermeister selbst meldete sich bei Twitter zu Wort. "Details ohne Einordnung öffentlich zu machen, zeigt, dass Profilierung vor Lösungsfindung steht", schreibt er in Richtung Lichdi.

Eine Kunstinstallation erinnert an die dunkle Vergangenheit des Bahnhofs zur NS-Zeit.
Eine Kunstinstallation erinnert an die dunkle Vergangenheit des Bahnhofs zur NS-Zeit.  © Holm Helis

Außerdem solle mehr als die Hälfte des Areals überhaupt nicht bebaut werden, betont er.

Titelfoto: Holm Helis

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