Am Sonntag fällt die Wilsdruffer Funkmast-Legende

Wilsdruff - Lange wurde gegen seinen Fall gekämpft, doch alle Mühen waren vergebens: Der 153 Meter hohe Funkmast von Wilsdruff wird am Sonntag gesprengt.

Sabine Neumann (40), Chefin des Fördervereins Funkturm Wilsdruff, will dem Riesen nach seinem Fall ein würdiges Andenken schaffen.
Sabine Neumann (40), Chefin des Fördervereins Funkturm Wilsdruff, will dem Riesen nach seinem Fall ein würdiges Andenken schaffen.  © Eric Münch

Um 9.45 Uhr fällt das Wilsdruffer Wahrzeichen von 1953.

Das gab die Firma Media Broadcast bekannt, welcher der Mast gehört. Der Rückbau sei alternativlos, so ein Sprecher.

Demnach sei die Antennenanlage seit 2013 nicht mehr für den Rundfunk nutzbar gewesen.

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Der Unterhalt habe jährlich Kosten in sechsstelliger Höhe verursacht, die kein potenzieller Turm-Retter habe aufbringen können.

Der Förderverein Funkturm Wilsdruff kämpfte vergeblich gegen den Abriss.

Er wird ein zehn Meter langes Stück des Masts erhalten, will ein "würdiges Andenken" in Wilsdruff schaffen.

Für die Sprengung (mit Schneidladungen) muss der Verkehr auf der Autobahn 4 laut Firma "für wenige Minuten von der Polizei angehalten werden".

Der Sperrbereich liegt im Radius von rund 300 Metern. Geplant ist, den Mast als Ganzes in eine Richtung fallen zu lassen.

Titelfoto: Eric Münch

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