Anstich für Dresdens süffigste Baustelle: Kraftwerk Mitte kriegt 'ne Forscher-Brauerei

Dresden - Und schon rollen die Bagger! Der Traum von der eigenen Brauerei im Stadtzentrum - für die jungen Bierspezialisten der TU Dresden wird er jetzt Realität. Am Kraftwerk Mitte haben die Bauarbeiten begonnen.

Sophia Vatterodt (29) und Francisco Arroyo-Escobar (53) mit einem Modell der künftigen Brauerei. Zu sehen sind die Gärtanks und das Sudhaus.
Sophia Vatterodt (29) und Francisco Arroyo-Escobar (53) mit einem Modell der künftigen Brauerei. Zu sehen sind die Gärtanks und das Sudhaus.  © Steffen Füssel

Vorsichtig setzen Sophia Vatterodt (29) und Francisco Arroyo-Escobar (53) einen Fuß vor den anderen. Denn noch ist es diesig im ehemaligen Lichtwerk; Staub steht in der Luft, die Decke zum Untergeschoss ist durchbrochen.

Die beiden Geschäftsführer der "Lohrmanns"-Brauerei aus den Reihen der TU wollen unbedingt schon jetzt zeigen, was Anfang 2023 am Haupteingang des Kraftwerks Mitte eröffnen soll. 

"Hier oben ins Erdgeschoss kommen Ausschank, Gaststätte und Küche hin", sagt Vatterodt. "Dort an der Wand geht es später raus zum Biergarten. Unter uns, im Keller, werden die Gärtanks stehen."

Die Tanks sind es auch, die die "Lohrmänner" zum Volk sprechen lassen: "Wir haben unsere Crowdfunding-Kampagnen gestartet", so Arroyo-Escobar. "In Phase eins sammeln wir 100.000 Euro für die Tanks im Keller. Die müssen rein, bevor die Betondecke wieder verschlossen wird." 

Phase zwei hat das Ziel 250.000 Euro. Das Geld soll dann fürs Sudhaus sein.

Später soll es noch Crowdinvesting geben. Jene Variante für Einzahler also, die auch verzinst wird. Insgesamt kostet die Brauerei 1,8 Millionen Euro. Weitere Infos: www.startnext.com/lohrmanns

Sophia Vatterodt vor dem ehemaligen Lichtwerk.
Sophia Vatterodt vor dem ehemaligen Lichtwerk.  © Steffen Füssel
Das Kulturkraftwerk bei Nacht. Links der Theatereingang, ganz rechts der künftige Eingang zur Brauerei.
Das Kulturkraftwerk bei Nacht. Links der Theatereingang, ganz rechts der künftige Eingang zur Brauerei.  © imago images/Volker Preußer

Doch die Brauer sind nicht die einzigen Neuen im historischen Komplex: Eine Etage höher zieht die wertvolle Dresdner Puppentheater-Sammlung. Direkt an der Freiberger Straße, im ehemaligen "Speicher", entstanden das Restaurant "Kulturwirtschaft" (öffnet 3.9.) und das "Zentralkino" (ab Ende August). 2021 folgen das Deutsche Institut für Animationsfilm und das Medienkulturzentrum Dresden (beide in der ehemaligen Reaktanz).

Titelfoto: Steffen Füssel, imago images/Volker Preußer

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