Auch für Quereinsteiger: Neue Fördertöpfe sollen Ärzte aufs Land locken

Dresden - Neue Ärzte braucht das Land, konkret der ländliche Raum. Nun stehen zur Behebung des Landarztmangels üppig ausgestattete Fördertöpfe bereit.

Das neue Förderprogramm soll den Ärztemangel im ländlichen Raum lindern helfen.
Das neue Förderprogramm soll den Ärztemangel im ländlichen Raum lindern helfen.  © Bernd Weissbrod/dpa

"Ab 1. Juli können sächsische Regionen profitieren, denen bereits jetzt oder in absehbarer Zeit Defizite in der ärztlichen Versorgung drohen", informiert die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

Dazu gehört eine Förderung für Quereinsteiger in die Allgemeinmedizin. 

Das heißt, zum Allgemeinarzt weitergebildete Fachärzte können Geld abrufen. "Hausärzte auf Probe", die bisher in einem Krankenhaus als Fachärzte für Inneres tätig waren, bekommen Gehaltszuschüsse.

Gefördert und gelockt werden auch Sozialpsychiatrie-Praxen. Damit soll die sozialpsychiatrische Versorgung auf dem Land wieder angekurbelt werden. 

Hintergrund: Orte, Dörfer und Verwaltungseinheiten im ländlichen Raum leiden unter dem Zerfall zum Teil jahrhundertealter Sozialstrukturen. 

Gründe sind Landflucht, das allgemeine Ausbluten der Region oder veränderte Lebens- und Arbeitswelten. Auch der Wegfall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) ab 1990 als Arbeitgeber wirkt anhaltend nach. Ebenso die Auflösung von Kirchgemeinden.

Landärzte sind Multitalente, die sich auch Sorgen und Nöte anhören.
Landärzte sind Multitalente, die sich auch Sorgen und Nöte anhören.  © Oliver Berg/dpa

Zum neuen Förderpaket kommen bereits laufende Pauschalen und Garantiehonorare, die nun auch rückwirkend bei Praxisstart am 1. Januar beantragt werden können. Das sind: "Förderpauschale bei Praxisübernahme/-neugründung" oder "Anstellung eines Arztes sowie Garantiehonorar für die ersten zwei Jahre der vertragsärztlichen Tätigkeit".

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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