Aus Sorge um schulpflichtige Kinder: Landeselternrat ist von Politik genervt

Dresden - Der Landeselternrat Sachsen (LER) führte eine Umfrage zum Schulbetrieb unter Pandemie-Bedingungen durch.

Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU).
Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU).  © DPA/Robert Michael

Vom 17. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 nutzten Eltern, Schüler und Lehrer die Chance, um 36.496 Mal den Fragebogen zu beantworten. Sehr beachtlich! Dennoch sind die Elternvertreter frustriert. Konfliktfelder gibt es genug.

Prüfungen: Die LER-Befragung ergab, dass die anstehenden Prüfungen Eltern und betroffenen Schülern an Oberschulen, Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsbildenden Schulen große Sorgen bereiten. Die Vorbereitungen auf diese Prüfungen werden als unzureichend empfunden.

Maskenpflicht im Unterricht: 37 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind gegen das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes (MNS) in Schule und Unterricht. 62 Prozent erachten das Tragen des MNS in diesen Situationen für angemessen.

Lernzuwachs: Eltern wie Schüler glauben nicht, dass im Homeschooling Wissen angehäuft werden kann. Das selbstständige Lernen daheim fällt viel schwerer als im Regelunterricht. Die Ursachen dafür sind vielschichtig: fehlender Breitbandausbau, Endgeräte-Mangel, störanfällige Lernplattformen, geringere Selbstdisziplin und schlechte Eigenorganisation der Schüler.

Zukunft: Die Rückkehr zum Regelunterricht steht bei den Eltern im Vordergrund. Schüler tendieren zum Wechselmodell mit Präsenzunterricht in kleineren Klassen ohne "Schnutendeckel".

Anfang der Woche ging der LER mit einem Brandbrief an die Öffentlichkeit. Die Elternvertreter fühlen sich von der Schulverwaltung, vom Kultusministerium und Minister Christian Piwarz (45, CDU) ignoriert und ausgebremst. LER-Vize Nadine Eichhorn: "Wir haben dazu bisher keinerlei Rückmeldung erhalten."

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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