Bauschaummord an seinen Kindern: Angeklagter bricht aus Selbstmitleid in Tränen aus

Dresden - Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Kinder Maya (†2) und Leo (†5) mit Bauschaum erstickt zu haben.

Der mutmaßliche Kindermörder Laurent F. (55) ergoss sich am Dienstag in Selbstmitleid.
Der mutmaßliche Kindermörder Laurent F. (55) ergoss sich am Dienstag in Selbstmitleid.  © Ove Landgraf

Über acht Stunden sagte Laurent F. (55) am Dienstag erstmals zu der Tat aus. Acht Stunden lang, in denen er sich als liebender Vater und alle anderen als die Bösen darstellte.

Gleich zweimal kamen Laurent am Dienstag im Dresdner Landgericht die Tränen: Zum ersten Mal, als er Schläge durch den eigenen Vater schilderte, das zweite Mal, als er davon erzählte, wie seine Ex-Frau die Kinder angeblich frieren gelassen hatte. 

Dazwischen verlor er sich immer wieder in Details, wie den Preis von Brathähnchen oder das Austauschen eines Staubsaugers.

Mehrfach ermahnte ihn der Richter erfolglos, sich auf Relevantes zu beschränken. Doch die Selbstdarstellung war dem Angeklagten da wichtiger: "Ich hätte alles für meine Kinder gegeben", sagte er.

"Niemand kann verstehen, was passiert ist. Selbst ich verstehe es nicht."

Titelfoto: Ove Landgraf

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