Wie schnell darf's denn sein? Tempo-Diskussion vor Öffnung der Augustusbrücke

Dresden - Bis Mitte September gehört die Augustusbrücke den Bauleuten. Dann wird sie erst für Fußgänger und Radfahrer und im Dezember auch für Straßenbahnen, Taxis und die Busse der Stadtrundfahrt freigegeben. Obwohl Autos draußen bleiben müssen, herrscht dann wieder reger Verkehr.

Noch laufen die Pflasterarbeiten, aber ab Dezember sollen wieder Straßenbahnen über die Augustusbrücke rollen.
Noch laufen die Pflasterarbeiten, aber ab Dezember sollen wieder Straßenbahnen über die Augustusbrücke rollen.  © Steffen Füssel

Damit Fußgänger trotzdem gefahrlos flanieren können, soll nun ein Tempolimit her.

Das fordert Grünen-Stadtrat Thomas Löser (49): "Ich schlage Tempo 20 für alle Verkehrsteilnehmer vor. Die Fußgänger brauchen ein Sicherheitsgefühl, um von den Borden runterzukommen."

Die hohen Bordsteine trennen wie vor der Sanierung die Gehwege von der "Fahrbahn". Dabei können die Fußgänger auch diese nutzen.

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Wenn dort allerdings mit 50 oder mehr gefahren wird, wird das niemand machen.

"Ein Tempolimit ist deshalb absolut sinnvoll", so Löser.

Vorbild könnte die Wilsdruffer Straße sein, wo bereits Tempo 20 gilt. Die dortige Beschränkung "resultiert unter anderem aus den geringen Bordhöhen zwischen Fahrbahn und Gehweg und dem daraus resultierenden fehlenden Anprallschutz für Fahrzeuge zum Schutz der Fußgänger", erklärt das Rathaus.

Das ist bei der Augustusbrücke anders, auf der die hohen Borde eine Auflage des Denkmalschutzes sind.

Eine Entscheidung, wie schnell dort künftig gefahren werden darf, wurde aber noch nicht getroffen.

Grünen-Stadtrat Thomas Löser (49) fordert ein Tempolimit auf der Augustusbrücke.
Grünen-Stadtrat Thomas Löser (49) fordert ein Tempolimit auf der Augustusbrücke.  © Holm Helis

"Dazu ist die Prüfung noch im Gange", heißt es aus dem Rathaus.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel & Holm Helis

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