Bescherung trotz Lockdown: Hier werden die Wünsche der Dresdner Kinder gesammelt

Dresden - Selbst der Weihnachtsmann muss sich an Kontaktbeschränkungen halten. Wunschzettelbriefkästen und Wunsch-Weihnachtsbäume sorgen dafür, dass die Bescherung trotzdem nicht ausfällt.

Gewandhaus-Hoteldirektor Florian Leisentritt (41, r.) organisierte für Wempe-Chef Ralf Pfeiffer (50) die Fanjacke, deren Erlös Maria Grahl (32) für das Albert-Schweitzer-Kinderdorf entgegennehmen wird.
Gewandhaus-Hoteldirektor Florian Leisentritt (41, r.) organisierte für Wempe-Chef Ralf Pfeiffer (50) die Fanjacke, deren Erlös Maria Grahl (32) für das Albert-Schweitzer-Kinderdorf entgegennehmen wird.  © Petra Hornig

Der rote Postkasten-Klassiker steht auf dem Altmarkt, direkt auf dem Podest am Striezelmarkt-Lichterbogen.

"Alljährlich landen hier rund 2000 Briefe, Postkarten, Bilder und Wunschzettel für mich", weiß Weihnachtsmann Steffen Urban (56). "Auch in diesem Jahr leere ich regelmäßig den Kasten." Die Händler des Barockviertels haben in der Rähnitzgasse Ecke Obergraben eine Box für Wunschbriefe aufgestellt.

"Wir leiten die Briefe direkt an den Weihnachtsmann weiter und sorgen dafür, dass jedes Kind auch eine Antwort erhält", verspricht Herrenausstatterin Franziska Rüpprich (49, Prüssing & Köll). Im nächsten Jahr wollen die Händler wieder ihr traditionelles Weihnachtsmannbüro öffnen.

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Wer selbst Weihnachtsmann spielen und Wünsche erfüllen möchte, kann sich einen Wunschzettel von der Tanne im Hotel Innside (Salzgasse) schnappen.

Dort haben die Kinder und Jugendlichen des Dresdner Albert-Schweitzer-Kinderdorfs ihre Wünsche hinterlassen.

Weihnachtsmann Steffen Urban (56) kontrolliert regelmäßig den "Posteingang" im roten Wunschzettel-Postkasten auf dem abgesagten Striezelmarkt.
Weihnachtsmann Steffen Urban (56) kontrolliert regelmäßig den "Posteingang" im roten Wunschzettel-Postkasten auf dem abgesagten Striezelmarkt.  © Steffen Füssel
Bescheidener Kinderwunsch am Innside-Hotelbaum: eine türkise Thermoskanne für die Schule.
Bescheidener Kinderwunsch am Innside-Hotelbaum: eine türkise Thermoskanne für die Schule.  © Eric Münch

Auf Schloss Wackerbarth gibt's einen Wunschbaum

Hoteldirektor Florian Stühmer (44) und der ehrenamtliche Kinderdorf-Papa Axel Mayer (51, r.) bestückten den Tannenbaum mit Kugeln und vielen Wünschen.
Hoteldirektor Florian Stühmer (44) und der ehrenamtliche Kinderdorf-Papa Axel Mayer (51, r.) bestückten den Tannenbaum mit Kugeln und vielen Wünschen.  © Eric Münch

"Einfach Wunsch vom Baum pflücken, diesen dann besorgen und an unserer Rezeption abgeben", erklärt Hoteldirektor Florian Stühmer (44). "Wer es zeitlich nicht schafft, kann uns damit beauftragen."

So läuft's auch mit dem Wunschbaum auf Schloss Wackerbarth. "Die Kinder und Jugendlichen aus Radebeuler Wohngruppen der Kinderarche Sachsen haben Karten mit Wünschen im Wert von je maximal 25 Euro gebastelt", so Weingut-Sprecher Martin Junge (35).

Am 24. Dezember (10-14 Uhr) schmückt Juwelier Wempe am Neumarkt seinen Baum ab. Über 200 Kugeln (a 25 Euro) werden zu Gunsten des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs Dresden verkauft - das Geld wird für ein Auto mit neun Sitzen benötigt.

Und: In einer stillen Auktion wird eine Jeansjacke mit dem Aufdruck "Danke für alles - Mingus" veräußert.

Die limitierten Jacken trugen die Dynamo-Kicker zur Verabschiedung von Sportchef Ralf Minge (60) im Sommer.

Titelfoto: Steffen Füssel

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