Blaues Wunder: Streit um Förderverein der CDU

Dresden - Das Blaue Wunder ist marode und die bis zu 160 Millionen Euro teure Sanierung in weiter Ferne. Deshalb will die Dresdner CDU nun einen Förderverein für die Rettung des Dresdner Wahrzeichens gründen. Die Idee kommt aber nicht überall gut an.

SPD-Stadtrat Stefan Engel (28).
SPD-Stadtrat Stefan Engel (28).  © Petra Hornig

"Es ist unsere Verantwortung, alle Kräfte zu mobilisieren, um das Blaue Wunder zusammen und nachhaltig zu retten", sagt Markus Reichel (53), der als Direktkandidat der CDU in den Bundestag einziehen will.

Denn die Lage ist laut dem Landtagsabgeordneten Martin Modschiedler (53, CDU) dramatisch: "Weiter nur zusehen und sich dabei ärgern, wie die geplanten Sanierungskosten explodieren, ohne dass das Geld in Aussicht ist, ist keine Option mehr."

Weil unklar ist, ob und wann mit Fördergeldern zu rechnen ist, soll nun ein Förderverein für die notwendige Hilfe sorgen.

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"Beim Wiederaufbau der Frauenkirche haben wir gesehen, wie positiv, identitätsstiftend und erfolgreich so eine Bürgerinitiative sein kann", sagt Reichel.

Kritik kommt von der SPD. "Die Sanierung des Blauen Wunders ist eine staatliche Pflichtaufgabe", sagt Stadtrat Stefan Engel (28) und spricht von einer "CDU-Wahlkampfente".

Markus Reichel (53, CDU).
Markus Reichel (53, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa
Das Blaue Wunder muss für viele Millionen Euro saniert werden.
Das Blaue Wunder muss für viele Millionen Euro saniert werden.  © imago images/Sylvio Dittrich

Engel weiter: "Alle Beteiligten sollten ihre Zeit darin investieren, die Entscheidungsträger auf Landesebene von der Notwendigkeit einer umfassenden Förderung zu überzeugen."

Titelfoto: imago images/Sylvio Dittrich

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