Bus-Ärger im Dresdner Westen: Linien überfüllt oder kommen zu spät

Dresden - Die Kinder zu spät in der Schule, die Eltern sauer: In Podemus, Merbitz und Co. gibt's Ärger mit dem Busverkehr. Jetzt haben betroffene Eltern sogar die "Interessengemeinschaft Schulbus" (IG) gegründet, weil ihre Beschwerden laut eigener Aussagen kein Gehör finden.

Kein Wetterschutz an der Haltestelle, verspätete und übervolle Busse: Die Eltern und Kinder um IG-Sprecher Mirco Pötzsch (34) sind sauer und hoffen auf Abhilfe.
Kein Wetterschutz an der Haltestelle, verspätete und übervolle Busse: Die Eltern und Kinder um IG-Sprecher Mirco Pötzsch (34) sind sauer und hoffen auf Abhilfe.  © Holm Helis

"Die Aboverträge für die Fahrkarten sind mit den DVB geschlossen", sagt Mirco Pötzsch (34). "Zuständig ist jedoch ein Subunternehmen. Aber weder dort nimmt man unseren Ärger ernst, noch bei den DVB oder der Stadt Dresden." 

Denn immer wieder kämen Busse der Linien 91 und 93 zu spät, sodass die Schulkinder ihre Anschlussbusse nicht mehr erreichen. 

"Manchmal ist der Bus auch so voll, dass niemand mehr einsteigen kann und die Kinder von den Eltern gefahren werden müssen."

Streit dauert nun schon fast zwei Jahre

Seit knapp zwei Jahren versuchen die Eltern nun schon, mit den zuständigen Stellen zu reden. "Sorgen macht uns auch die Haltestelle 'An der Autobahn'", so Pötzsch. "Hier gibt es keinerlei Wetterschutz."

Auf TAG24-Anfrage zu den Problemen verweisen die DVB direkt an die Stadt, das zuständige Subunternehmen ebenfalls.

Im Rathaus kennt man die Probleme. "Zu Beginn der Betriebsaufnahme gab es Beschwerden, die vom Unternehmen zeitnah abgestellt wurden", heißt es. Im ÖPNV könne man Verspätungen nie ganz ausschließen. "Und nach Feststellung der Überfüllung wurde fortan ein größerer Bus in dem entsprechenden Umlauf eingesetzt."

Laut der IG bestehen die Probleme aber weiterhin. Um die Haltestelle wolle man sich allerdings kümmern - wann, ist aber offen. 

"Der endgültige Ausbau dieser Haltestelle mit Wetterschutz ist vorgesehen und hängt davon ab, welche Prioritäten der Stadtrat bei den straßenbaulichen Maßnahmen setzt." 

Titelfoto: Holm Helis

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