Busfahrer dürfen Masken-Muffel gar nicht rauswerfen

Dresden - Kontrolleure könnten demnächst Masken-Muffel zur Kasse bitten. Dazu müssten die sächsischen Verkehrsverbünde allerdings etwas ändern.

Nur reden, nicht handeln: Kontrolleure im ÖPNV dürfen Verstöße gegen die Maskenpflicht nicht ahnden - noch nicht.
Nur reden, nicht handeln: Kontrolleure im ÖPNV dürfen Verstöße gegen die Maskenpflicht nicht ahnden - noch nicht.  © Kristin Schmidt

Wenn es nach Innenminister Roland Wöller (50, CDU) geht, sollen auch Kontrolleure im ÖPNV künftig die Maskenpflicht durchsetzen: "Anzeigen sind der Polizei vorbehalten - es sei denn, die Beförderungsunternehmen würden das in ihre Beförderungsbedingungen aufnehmen."

Davon ist man bei den Verbünden offenbar noch weit entfernt. "Wir können unsere Beförderungsbestimmungen kurzfristig nicht ändern", erklärt Falk Ester (52) vom Verkehrsverbund Mittelsachsen. 

Ähnlich äußert sich der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Eine Änderung sei zurzeit nicht im Gespräch. Zunächst wolle man die Veröffentlichung der neuen Schutzverordnung abwarten, so VVO-Sprecher Christian Schlemper (41).

Bisher dürfen die Kontrolleure nur auf das Tragen der Atemschutzmaske hinweisen und den renitenten Fahrgast bei einer Weigerung bitten, Bus oder Bahn zu verlassen. Regelrecht "rausschmeißen" dürfen sie den Fahrgast nicht. 

Ähnliches gilt übrigens auch für Busfahrer. Sie sind angehalten, auf die Maskenpflicht hinzuweisen; die Mitnahme eines Fahrgastes verweigern, dürfen sie laut den Bestimmungen nicht.

Die Schutzverordnung soll am heutigen Donnerstag veröffentlicht werden. Sie gilt ab 1. September. Verstöße gegen die Maskenpflicht kosten dann 60 Euro.

Titelfoto: Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0