Busse und Bahnen bleiben stehen: Erneuter DVB-Warnstreik morgen in Dresden

Dresden - Dresden in der Streik-Zange: Am Donnerstag bleiben mal wieder Busse und Bahnen stehen. Damit wird's auch auf den Straßen eng.

Die menschenleere Haltestelle am Postplatz beim letzten DVB-Streik vor etwa zwei Wochen.
Die menschenleere Haltestelle am Postplatz beim letzten DVB-Streik vor etwa zwei Wochen.  © Steffen Füssel

Nach dem Warnstreik vor zwei Wochen ruft ver.di erneut die Beschäftigten im sächsischen ÖPNV zur ganztägigen Arbeitsniederlegung auf. 

Fahrgäste der DVB müssen sich damit von Donnerstagfrüh 3 Uhr bis zum Abend 19 Uhr auf flächendeckende Ausfälle einstellen. 

Nur einige Busse der DVB-Subunternehmen und die Fähren werden fahren.

Grund für den zweiten Streik innerhalb so kurzer Zeit: "Die Arbeitgeberseite hat uns am 12. Oktober ein Angebot vorgelegt, das den Namen nicht verdient“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Gerd Doepelheuer (26). 

So fordere man pro Monat 300 Euro mehr Lohn. 

Die Arbeitgeber hätten jedoch nur jährliche Lohn-Steigerungen von einem Prozent geboten, was etwa 16 Euro im Monat entspreche. 

"Das grenzt an Verhöhnung", so Doepelheuer. "Wir erhoffen uns zur dritten Verhandlungsrunde am 27. Oktober ein deutlich verbessertes Angebot."

Der kommunale Arbeitgeberverband (KAV) hält seinen Vorschlag bereits "an der Grenze des wirtschaftlich Vorstellbaren", den Streikaufruf für "völlig unangemessen und auch nicht nachvollziehbar".

Titelfoto: Steffen Füssel

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