50 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen in Dresden: "Wirtschaftswunder" trotz Corona!

Dresden - Das sind doch mal gute Nachrichten! Trotz aller Einschränkungen und Widrigkeiten hat die Dresdner Wirtschaft das zweite Pandemiejahr besser überstanden als erwartet. Das geht aus der neuesten Steuerschätzung hervor.

Finanzbürgermeister Peter Lames (57, SPD) kann sich über Mehreinnahmen freuen, mahnt aber zur Vorsicht.
Finanzbürgermeister Peter Lames (57, SPD) kann sich über Mehreinnahmen freuen, mahnt aber zur Vorsicht.  © Holm Helis

So konnten dank der wieder einsetzenden Konjunktur ab Sommer 2021 sowie Finanzhilfen von Bund und Land die befürchteten massiven Einnahmeausfälle teilweise ausgeglichen werden. Ergebnis: Die Stadt hat rund 50 Millionen Euro mehr eingenommen als prognostiziert.

"Die Dresdner Wirtschaft hat sich in vielen Bereichen als sehr robust und krisenfest gezeigt", sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (50, FDP). "Dies spiegelt sich nicht nur in den Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer von fast 400 Millionen Euro, sondern auch in den Beschäftigtenzahlen wider."

Dennoch liegen die Steuereinnahmen immer noch weit unter den Werten aus der Vor-Corona-Zeit. Der ursprüngliche Wachstumspfad werde nach gegenwärtigen Schätzungen erst 2024 wieder erreicht.

Keine gute Prognose für 2022

Unter anderem die Chip-Industrie sorgt dafür, dass in Dresden reichlich Gewerbesteuern fließen.
Unter anderem die Chip-Industrie sorgt dafür, dass in Dresden reichlich Gewerbesteuern fließen.  © Matthias Rietschel/dpa

"Dennoch ist eine Erholung sichtbar", heißt es aus dem Rathaus. Finanzbürgermeister Peter Lames (57, SPD) erwartet aber noch ein schwieriges Jahr 2022.

So sehen die Prognosen der Steuerschätzer rund elf Millionen Euro weniger Einnahmen vor als geplant. "Die Prognose 2022 mahnt zur weiteren Vorsicht", so Lames.

Titelfoto: Bildmontage: Matthias Rietschel/dpa/Holm Helis

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