Coronavirus in Dresden: Novavax-Lieferung später, Forscher wollen PCR-Schnelltest entwickeln

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 90.030 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 5225 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 551,4 (Vortag: 515,4; Stand: 22. Januar, 7.45 Uhr).

Corona hat Dresden weiter fest im Griff.
Corona hat Dresden weiter fest im Griff.  © dpa/Sebastian Kahnert

Im Kampf gegen die Pandemie bleiben in Sachsen weite Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt. Die derzeitige Corona-Notfallverordnung gilt bis zum 6. Februar 2022.

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen oder Kinos, sowie für Gaststätten gilt neuerdings die 2G-plus-Regel. Dort haben also nur Genesene und Geimpfte Zutritt, die zusätzliche einen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen müssen.

An zahlreichen Orten des Freistaats machen weiterhin die vom DRK koordinierten mobilen Impfteams Halt. Eine Impfung ist ohne Termin möglich. Nicht ohne Termin geht es hingegen bei den festen Impfstellen. Die Terminvergabe erfolgt über das Buchungssystem im Internet.

Dresden: Wilde Verfolgungsjagd: Berauschte Fahrerin flüchtet ohne Führerschein durch Dresden
Dresden Crime Wilde Verfolgungsjagd: Berauschte Fahrerin flüchtet ohne Führerschein durch Dresden

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 22. Januar, 7.30 Uhr: Lieferungen des Herstellers Novavax nicht im Januar

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums verschieben sich die Lieferungen des neuen Impfstoffs NVX-CoV2373 des US-amerikanischen Herstellers Novavax.

Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Novavax-Lieferungen kommen viel später.

Zunächst war das Ministerium von einer Verfügbarkeit in Sachsen ab Ende Januar ausgegangen. (Symbolbild)
Zunächst war das Ministerium von einer Verfügbarkeit in Sachsen ab Ende Januar ausgegangen. (Symbolbild)  © Alastair Grant/AP/dpa

Update, 21. Januar, 17.28 Uhr: Neue Quarantäne-Regelung: Das müssen die Sachsen jetzt wissen

Die von Bund und Ländern neu beschlossenen Quarantäne-Regeln treten am Montag in ganz Sachsen in Kraft.

Alle Infos unter: "Neue Quarantäne-Regelung ab Montag: Das müssen die Sachsen jetzt wissen"
Hinter verschlossene Türen muss man in Sachsen in Quarantäne nicht mehr ganz so lange - ab Montag. (Symbolbild)
Hinter verschlossene Türen muss man in Sachsen in Quarantäne nicht mehr ganz so lange - ab Montag. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 21. Januar, 14.57 Uhr: Dresdner Forscher wollen PCR-Schnelltest entwickeln

Eine Nachwuchsforschungsgruppe der Technischen Universität Dresden (TU) will noch in diesem Jahr einen PCR-Schnelltest für Covid-19 und andere Erreger entwickeln.

Der neuartige Test soll die Vorteile der Antigen-Schnelltests mit denen der PCR-Tests kombinieren, teilte die TU am Freitag in Dresden mit. Die neu zu entwickelnden Tests sollen in weniger als 20 Minuten sehr zuverlässige Ergebnisse liefern und im Vergleich zum herkömmlichen PCR-Test um 90 Prozent weniger Nachweischemikalien benötigen.

Deutlich effizientere Tests würden eine flächendeckende Diagnose für künftige Wellen und Pandemien ermöglichen, hieß es. Auf diese Weise ließen sich Infektionsherde erkennen, Infektionsketten aufklären und die Dynamik der Infektionsgeschehens verringern.

Das Projekt wird von der EU und Sachsen gefördert, teilte die Universität mit. Beteiligt seien die Institute für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik, für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin sowie das Institut für Mikrobiologie und Virologie.

Ein PCR-Schnelltest würde vieles leichter machen. (Symbolbild)
Ein PCR-Schnelltest würde vieles leichter machen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 21. Januar, 14.33 Uhr: Dresdner Polizei bereitet sich auf Einsatz wegen Corona-Protest vor

Die Dresdner Polizei bereitet sich wegen möglicher Proteste von Corona-Leugnern und Kritikern der Schutzmaßnahmen am Samstag auf einen größeren Einsatz vor.

Seit Tagen werde in Telegram-Gruppen sachsenweit zu einem "Spaziergang" am Nachmittag in Dresden aufgerufen, teilte die Polizeidirektion in der Landeshauptstadt am Freitag mit. In der Gefahrenprognose gehe man von mehreren Tausend Menschen aus, die dem Aufruf folgen werden.

"Darunter werden auch einige hundert Gewaltbereite und Extremisten erwartet."

Update, 21. Januar, 12.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Dresden

Die Dresden-Inzidenz ist erneut gestiegen: Am Freitag lag der Wert laut RKI bei 515,4 (Vortag: 430,4). Die Zahl der Infizierten stieg auf insgesamt 90.001.

Das RKI meldete außerdem 584 Neuinfektionen und acht weitere Krankenhauseinweisungen (insgesamt: 4.289). Drei weitere Personen sind im Zuge ihrer Infektion mit dem Coronavirus gestorben (insgesamt: 1549). Genesen sind insgesamt 82.227 Menschen.

Update, 21. Januar, 12 Uhr: Mehrheit der ausgeflogenen Corona-Patienten aus Kliniken entlassen

Von den Ende vergangenen Jahres ausgeflogenen sächsischen Corona-Patienten konnte die Mehrzahl die Krankenhäuser inzwischen verlassen.

18 seien aus der Behandlung in ihren Zielkrankenhäusern entlassen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden am Freitag auf Anfrage mit. Zwölf Menschen seien gestorben, vier weitere waren in der vergangenen Woche noch in stationärer Behandlung.

Aktuellere Informationen zu ihrem Zustand gebe es nicht.

Update, 21. Januar, 11.04 Uhr: Sächsische Ausnahme: Längerer Genesenen-Status für doppelt Geimpfte

In Sachsen gilt in der Corona-Pandemie bei der Verkürzung des Genesenen-Status eine Ausnahme: Die neue Regelung betrifft nicht Menschen, die doppelt geimpft und genesen sind.

Für alle anderen seien ohne entsprechende Übergangsregelung des Bundes auch rückwirkend alle ausgestellten Genesenen-Nachweise nur für drei Monate gültig.

Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Nur in Sachsen: Doppelt Geimpfte zählen länger als genesen.

In Sachsen gilt in der Corona-Pandemie bei der Verkürzung des Genesenen-Status eine Ausnahme.
In Sachsen gilt in der Corona-Pandemie bei der Verkürzung des Genesenen-Status eine Ausnahme.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 21. Januar, 6.55 Uhr: Riesen Sprung der Inzidenz in Dresden und Sachsen

Die Inzidenz liegt in Dresden laut RKI-Angaben vom heutigen Freitagmorgen bei 515,4. Am gestrigen Donnerstag wurde sie mit 430,4 angegeben, tags zuvor lag sie noch bei 375,4.

Nähere Zahlen gibt die Stadtverwaltung um zwölf Uhr bekannt.

Auch die Corona-Inzidenz in Sachsen ist deutlich gestiegen.

Am Freitag lag die Zahl der wöchentlichen Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 339,2, am Vortag lag sie noch bei 299,9.

Nach RKI-Angaben wurden im Freistaat bis zum frühen Freitagmorgen 3169 neue Corona-Infektionen und 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

Demnach haben sich seit Beginn der Pandemie 690.899 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 13.912 Corona-Patienten sind gestorben.

Update, 21. Januar, 6.27 Uhr: Kaum Bußgelder bei Corona-Demos

Proteste gegen die Corona-Maßnahmen beschäftigen seit Wochen die Polizei in Sachsen. Zahlreiche Anzeigen wurden aufgenommen – doch bezahlen mussten bislang nur Wenige.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Corona-Demos: Viele Anzeigen, doch bislang kaum Bußgelder.

Bei einer Demo in Bautzen sprühen Polizisten Reizgas in die Menge. In dem ostsächsischen Landkreis wurden bislang die meisten Demo-Bußgelder verhängt.
Bei einer Demo in Bautzen sprühen Polizisten Reizgas in die Menge. In dem ostsächsischen Landkreis wurden bislang die meisten Demo-Bußgelder verhängt.  © B&S/Bernd März

Update, 21. Januar, 2.19 Uhr: Kretschmer fordert von Bundesregierung Vorschlag zur Impfpflicht

In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46) einen Vorschlag der Bundesregierung angemahnt.

"Die Impfpflicht einzuführen, ist eine Aufgabe für die Koalition in Berlin", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Freitag). Daher müsse die Regierung jetzt mit einem Vorschlag kraftvoll vorangehen, für ihren Vorschlag werben und andere mitnehmen.

"Es kann nicht sein, dass bei dieser Pandemie alle unangenehmen Themen an die Bundesländer, das RKI oder das Paul-Ehrlich-Institut weggewichtelt werden."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Januar, 20.25 Uhr: Klärendes Gespräch von Innenminister, Polizei und Medizinstudenten

Vor gut einer Woche protestierten Medizin-Studenten gegen eine "Querdenker-Demo" in Dresden und wurden dabei von der Polizei eingekesselt. Nach der Aufregung um die Ereignisse trafen sich Studentenvertreter mit Innenminister Roland Wöller (51, CDU) und Dresdens Polizei-Chef Jörg Kubiessa (56) zu einem klärenden Gespräch. Wie dies ablieft, lest Ihr bei TAG24 nach. Mehr Infos im Artikel: "Anzeigen gegen angehende Mediziner: Minister wertet Klinik-Demo mit den Protest-Studenten aus".

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

Mehr zum Thema Dresden Corona: