Dresdner Krematorium bereitet sich auf mehr Corona-Tote vor

Dresden - Die Stadt Dresden und das örtliche Krematorium bereiten sich auf weiter steigende Todesfälle im Zusammenhang mit Corona vor.

Wie auch im vergangenen Jahr bereitet sich das Krematorium in Tolkewitz auf steigende Todesfälle vor. (Archivbild)
Wie auch im vergangenen Jahr bereitet sich das Krematorium in Tolkewitz auf steigende Todesfälle vor. (Archivbild)  © Holm Helis

Derzeit würden täglich 80 Verstorbene in das Krematorium in Dresden-Tolkewitz gebracht, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Normal seien in den Herbst- und Wintermonaten 40 bis 60 pro Werktag. Die Stadt stelle sich auf anhaltend hohe Zahlen ein und erweitere deshalb die Lagerkapazitäten für Särge.

Die für Kommunalwirtschaft zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen (56, Grüne) sagte, dass in der vergangenen Woche an sieben Tagen gearbeitet wurde, um Verstorbene möglichst rasch einzuäschern und Lagernotwendigkeiten kleinzuhalten.

"Mit über 320 Einäscherungen haben die Mitarbeitenden die maximalen Möglichkeiten des Krematoriums ausgereizt. Ein solches Pensum ist für die Kolleginnen und Kollegen bei der wirklich schweren Arbeit jedoch nicht über mehrere Wochen leistbar."

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Wie schon im vergangenen Jahr müsse man in diesem Winter einen Ausweichstandort für die Lagerung von Särgen nutzen, die zum Krematorium gebracht würden. "Das Gesundheitsamt hat dafür erneut eine städtische Halle freigegeben, die normalerweise für Hochwasserschutzanlagen genutzt wird."

Zugleich appellierte Jähningen an die Dresdnerinnen und Dresdner, die Beschäftigten des Krematoriums zu unterstützen - in dem sie sich selbst durch Kontaktreduzierungen und Impfungen vor dem Coronavirus schützen sollten.

Titelfoto: Holm Helis

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