Nur in Sachsen: Doppelt Geimpfte zählen länger als genesen

Dresden - In Sachsen gilt in der Corona-Pandemie bei der Verkürzung des Genesenen-Status eine Ausnahme: Die neue Regelung betrifft nicht Menschen, die doppelt geimpft und genesen sind.

Die neue Regelung, dass der Corona-Genesenen-Status nur noch drei statt sechs Monate gültig ist, betrifft in Sachsen nicht die Menschen, die doppelt geimpft und genesen sind. (Symbolbild)
Die neue Regelung, dass der Corona-Genesenen-Status nur noch drei statt sechs Monate gültig ist, betrifft in Sachsen nicht die Menschen, die doppelt geimpft und genesen sind. (Symbolbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage mit.

Für alle anderen seien ohne entsprechende Übergangsregelung des Bundes auch rückwirkend alle ausgestellten Genesenen-Nachweise nur für drei Monate gültig. Zunächst hatte der MDR berichtet.

"Die Ablauffrist von drei Monaten gilt nur für ungeimpfte Personen", stellte das RKI auf Nachfrage des MDR klar. "Das liegt daran, dass diese Personen einen besseren Immunschutz haben als ungeimpfte Genesene." Die Booster-Impfung werde dennoch empfohlen.

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Sachsen unterstützt laut Ministerium einen Antrag der Gesundheitsministerkonferenz, der das Bundesgesundheitsministerium auffordert, eine Übergangsregelung zu prüfen.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass der Corona-Genesenen-Status entsprechend einer Empfehlung des Robert Koch-Instituts von sechs auf drei Monate verkürzt wurde.

Hintergrund sei, dass aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach dieser Zeit zu erkranken oder Überträger zu sein.

Die vorherige Zeitspanne von sechs Monaten habe gegolten, solange man mit der vorherrschenden Delta-Variante umgehen musste.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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