Corona-Inzidenz in Dresden über 35: Kommt bald die 3G-Regel in Bus und Bahn?

Dresden - Der 7-Tage-Inzidenzwert von Dresden liegt nun schon zum zweiten Tag in Folge über 35. Die Sorge ist groß: Kommen bald wieder mehr Einschränkungen auf uns zu?

In anderen Regionen bereits gang und gäbe: Sollte die Inzidenz fünf Tage lang über dem Wert von 35 liegen, wird bald auch in Dresden vermehrt nach einem Impf-, Genesenen- oder Testnachweis gefragt. (Symbolbild)
In anderen Regionen bereits gang und gäbe: Sollte die Inzidenz fünf Tage lang über dem Wert von 35 liegen, wird bald auch in Dresden vermehrt nach einem Impf-, Genesenen- oder Testnachweis gefragt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Lag die Inzidenz am Sonntag noch bei 40,3, beträgt sie am heutigen Montag bereits 43,5.

Das heißt: Sie hat bereits zum zweiten Tag in Folge die magische Grenze von 35 überschritten.

Laut der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung heißt das nun, dass sich einiges ändern könnte, sollte der Wert innerhalb der nächsten drei Tage nicht wieder abfallen.

Dresden: Klima-Demo in Dresden: Culcha Candela heizen "Fridays for Future" ein
Dresden Klima-Demo in Dresden: Culcha Candela heizen "Fridays for Future" ein

Doch was genau blüht den Dresdnern, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge über der 35er-Marke liegt?

Während ab einer Inzidenz von über 10 bereits die Maskenpflicht in Kraft tritt, müssen ab einem Wert von 35 wieder Kontakterfassungen in bestimmten Bereichen erfolgen – zudem wird die 3G-Regelung geltend.

In der Innengastronomie sowie bei Veranstaltungen, Festen, Kultureinrichtungen und Sport im Innenbereich, für eine Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen wie Friseur, Fußpflege und Massagen und beim Betreten von Hallenbädern und Diskotheken wird dann ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis verpflichtend.

3G-Regelung im ÖPNV?

Wer aus rein touristischen Gründen mit dem Bus oder der Bahn fährt, der muss wohl bald einen 3G-Nachweis liefern.
Wer aus rein touristischen Gründen mit dem Bus oder der Bahn fährt, der muss wohl bald einen 3G-Nachweis liefern.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Zudem steht in den Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung des Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt noch ein kleines Zauberwort: "Linienverkehr".

Genau genommen: "touristische Bahn- und Busfahrten, auch im Gelegenheits- und Linienverkehr".

Wie die Zentrale Corona-Hotline des Freistaates Sachsen auf TAG24-Nachfrage bestätigte, schließt dieser auch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein.

Personalmangel in der Gastronomie: Carolaschlösschen führt 4-Tage-Arbeitswoche ein
Dresden Wirtschaft Personalmangel in der Gastronomie: Carolaschlösschen führt 4-Tage-Arbeitswoche ein

Das heißt: Zum Bus-, Bahn- und Straßenbahnfahren könnte man zukünftig einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis bringen müssen.

Doch keine Panik! Auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen reichen Maske und Mindestabstand völlig aus, da es dann ja keine "touristischen" Fahrten sind.

Für einen Wanderausflug in die Sächsische Schweiz würde die 3G-Regel in Bussen und Bahnen dann jedoch greifen.

Sollte die Inzidenz in den kommenden Tagen nicht abfallen, könnten in den Öffis also bald nicht nur Tickets, sondern auch der Grund der Fahrt kontrolliert werden.

Auslastung der Krankenhausbetten von bedeutendem Wert

Der nächste wichtige Marker, der weitere Einschränkungen mit sich zieht, hängt von der Auslastung der Krankenhausbetten ab.
Der nächste wichtige Marker, der weitere Einschränkungen mit sich zieht, hängt von der Auslastung der Krankenhausbetten ab.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Übrigens: Der nächste wichtige Marker für weitere Einschränkungen hängt von der Auslastung der Krankenhausbetten ab.

Somit tritt eine Vorwarnstufe, welche erneut Kontaktbeschränkungen mit sich zieht, erst ab einer Belastung von 650 Betten auf Normal- und 180 Betten auf der Intensivstation ein.

Die 2G-Regelung tritt dagegen erst in Kraft, sollte die Überlastungsstufe greifen – das heißt: 1300 belegte Betten auf Normal- oder 420 Betten auf Intensivstationen.

Derzeit liegt die Zahl der belegten Betten auf Normalstationen in Dresden bei 87. Auf Intensivstationen sind es dagegen 26.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dresden: