Corona-Kontrollen in Dresden: Polizei erwischt ein Dutzend Masken-Muffel

Dresden - Die Polizei ist derzeit verstärkt Corona-Regelbrechern auf der Spur. Am Montag waren mehr als 30 Polizisten der Einsatzhundertschaft der Polizeidirektion Dresden im Stadtzentrum unterwegs und kontrollierten. Außer Maskenpflicht und Menschenansammlungen wurden trotz der verschobenen Aktion "Wir machen auf" auch Ladengeschäfte überprüft.

Polizeioberkommissar Kahl (29) kontrolliert ein Geschäft.
Polizeioberkommissar Kahl (29) kontrolliert ein Geschäft.  © Ove Landgraf

Polizeioberkommissar Kahl (29) und zwei Polizisten schauten genau hin, leuchteten auch mit Lampen in die Geschäfte.

Die gute Nachricht: Einzelhändler und Wirte hielten sich an die Schließung.

Trotzdem hatten die Beamten genug zu tun: Ein Maskenverweigerer, der von den Polizisten barsch einen Ausweis verlangte, oder eine Familie, die von Berlin aus zu Muttis Geburtstag einen Ausflug nach Dresden machte, ging dem Kontroll-Team ins Netz.

Insgesamt stellten die Beamten am Montagnachmittag zwölf Maskenlose fest, die nun 60 Euro Bußgeld zahlen müssen.

Die Polizei ist zufrieden: "Die meisten Menschen halten sich an die Regeln", so Polizeisprecher Marko Laske (46).

Dennoch: "Die Kontrollen werden fortgeführt."

Auf der Cockerwiese blieb es wider Erwarten ruhig: Eine angemeldete Querdenker-Demo hatte der Organisator selbst kurzfristig abgesagt.

Eine Berliner Familie war zum Ausflug nach Dresden gekommen.
Eine Berliner Familie war zum Ausflug nach Dresden gekommen.  © Ove Landgraf

Auch den "BierButler" hat es erwischt

"Bierbutler" Marcel Thalheim (33) wurde auf einer seiner Fahrten angezeigt.
"Bierbutler" Marcel Thalheim (33) wurde auf einer seiner Fahrten angezeigt.  © Petra Hornig

Hat es die Polizei hier übertrieben?

Marcel Thalheim (33) war als Lieferdienst "BierButler" nachts mit dem Auto in der Stauffenbergallee unterwegs. Nun hat er eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre am Hals.

Sonnabends kurz vor zwei Uhr in der Nacht hielt die Polizei Thalheim an: "Ich war gerade auf dem Rückweg von einer Lieferung", sagt Thalheim gegenüber TAG24. Auf die Frage, was er denn mache, verwies er auf seine Liefertätigkeit. "Da wollten sie Rechnungen sehen", sagt der BierButler. "Die habe ich zwar hochgehalten, aber ihnen nicht gegeben. Das darf ich aus Datenschutzgründen gar nicht!"

Die Polizei bestätigt: "Wir haben ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet". so Sprecher Marko Laske (46).

"Vor Ort wollte der Autofahrer den Grund seiner Fahrt nicht belegen." Allerdings heißt das noch nicht zwingend, dass Thalheim nun zahlen muss: Sollte die Bußgeldstelle eine entsprechende Strafe verhängen, kann er dort immer noch Widerspruch einlegen.

Titelfoto: Ove Landgraf

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