Corona lässt Freibäder zittern: Fällt Sachsens Bade-Sommer ins Wasser?

Dresden - Die Freibäder in Sachsen sind für die neue Saison gerüstet. Doch wegen der Verordnung zum Schutz vor dem Corona-Virus dürfen die Badelustigen vorerst noch nicht ins Wasser. Wann gibt's den Startschuss?

Im Moment (noch) nichts los. Die Bäder warten auf den Startschuss.
Im Moment (noch) nichts los. Die Bäder warten auf den Startschuss.  © Ole Spata/ZB/dpa

Die Freibäder in Sachsen müssen mit dem Start in die neue Saison noch warten. 

"Wir haben wie üblich die Öffnung der Leipziger Freibäder für Mitte Mai geplant", sagte die Pressesprecherin der Sportbäder Leipzig, Katja Gläß. 

Ob es tatsächlich dazu komme oder nur zu einer Öffnung unter bestimmten Vorgaben, sei abhängig von "übergeordneten Entscheidungen" wie Regelungen auf Bundes- und Landesebene. 

"Wir gehen davon aus, dass wir Anfang Mai dazu informiert werden", sagte sie.

Vorbereitungen laufen trotz Corona auch Hochtouren

Gibt es in diesem Sommer wieder solche Bilder? Und wenn ja, wann?
Gibt es in diesem Sommer wieder solche Bilder? Und wenn ja, wann?  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Bis dahin liefen alle Vorbereitungen in den Freibädern planmäßig weiter, sagte Gläß. Dazu gehörten die üblichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten, das Einlassen des Wassers, die Inbetriebnahme der technischen Anlagen sowie die Pflege der Grünflächen.

In Leipzig gibt es fünf Freibäder sowie das Kinderfreibecken "Robbe". Die Leipziger Hallen- und Freibäder verzeichneten im vergangenen Jahr mit 1 251.898 Gästen einen neuen Rekord.

In den Chemnitzer Freibädern sind unter anderem die Dosieranlagen für die Bäderchemie gewartet, die Schwimmbecken gereinigt, Großrutschen und Sprunganlagen gewartet und instand gesetzt, Spielanlagen repariert sowie Grünpflegearbeiten durchgeführt worden.

Rund 180.000 Euro wurden laut Stadt dafür ausgegeben. Diese Arbeiten liefen jedes Jahr, seien nur diesmal etwas vorgezogen worden, hieß es. 

Wann die Hallen- und Freibädern nach der wegen des Corona-Pandemie zunächst bis zum 3. Mai verfügten Schließung wieder in Betrieb gingen, könne noch nicht gesagt werden.

Dresdener Bäder GmbH will sich in den kommenden Tagen äußern

Blick in das leere Arnoldbad in der Dresdner Innenstadt.
Blick in das leere Arnoldbad in der Dresdner Innenstadt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Dresden will die Dresdner Bäder GmbH in den nächsten Tagen informieren, wie es wie es mit den Bädern weitergeht.

Bei der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH wird darauf verwiesen, dass Baden in Seen wie etwa den gefluteten ehemalige Tagebau-Restlöchern des Neuseenlandes nahe der Messestadt nicht grundsätzlich verboten sei.

Ein erster Bootsverleih habe "unter Beachtung aller zu berücksichtigenden Vorkehrungen" am vergangenen Samstag wieder geöffnet, hieß es. 

Aktiv- und Naturerlebnisse wie sie in der Region Leipzig angeboten würden - Baden an Badeseen, Radtouren oder Wanderungen in der Heide, der Besuch historischer Burgen - könnten bei einer ersten Phase der Lockerung, die voraussichtlich in den Frühsommer oder Sommer fallen werde, "stärker im Fokus der Nachfrage" stehen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/zb/dpa ; Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0