Corona-Maßnahme wird Dauerzustand: DVB beendet Ticketverkauf im Bus endgültig

Dresden - Mit Beginn der Corona-Pandemie konnte in den Bussen der Dresdner Verkehrsbetriebe schlagartig nicht mehr beim Fahrer gezahlt werden. Was als Schutz gegen das Virus gedacht war, wird nun zum Dauerzustand. Kritik daran kommt aus dem Rat.

Aktuell kann in den Dresdner Bussen nicht beim Fahrer bezahlt werden. Das soll auch so bleiben.
Aktuell kann in den Dresdner Bussen nicht beim Fahrer bezahlt werden. Das soll auch so bleiben.  © DVB/Jürgen Herrmann

"Wir bitten unsere Fahrgäste, bereits im Vorfeld ein Ticket zu lösen. Dafür stehen die stationären Ticketautomaten an den Haltestellen und auch das HandyTicket zur Verfügung. Wir möchten mit diesen Maßnahmen das Infektionsrisiko für unsere Busfahrer senken", sagt Sprecherin Anja Ehrhardt (47).

Eine Rückkehr zum Ticketverkauf durch das Fahrpersonal schließen die DVB mittlerweile aus. Der Hauptgrund neben einem denkbaren Infektionsschutz:

Zu oft hätte der Tickethandel dazu geführt, dass Bus-Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden konnten. Ohne Verkauf kann teils bis zu zwei Minuten pro Strecke schneller gefahren werden.

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Mittelfristig ist Besserung in Sicht: Ab Oktober werden zunächst die 28 in diesem Jahr neu gekauften Busse mit modernen Ticketautomaten ausgestattet. Von Frühjahr bis Sommer 2022 folgen alle restlichen Busse.

Die DVB verweisen ihre Bus-Kunden an Automat und Internet.
Die DVB verweisen ihre Bus-Kunden an Automat und Internet.  © Eric Münch

Die Zeit bis dahin sollte laut Stadtrat Torsten Nitzsche (46, Freie Wähler) jedoch nicht einfach so verstreichen: "Bis alle Busse mit Automaten ausgerüstet sind, kann der kundenfreundliche Ticketkauf beim Fahrer wieder möglich sein."

Titelfoto: DVB/Jürgen Herrmann, Eric Münch

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