Corona-Mission erfüllt! Bundeswehr rückt wieder ab

Dresden - Ende vergangener Woche beendete die Bundeswehr ihren Corona-Einsatz in Dresden. Die 20 Soldaten, die seit November Seite an Seite mit dem Gesundheitsamt gegen die Pandemie gekämpft hatten, kehrten in ihre thüringischen Dienststellen zurück. Bei der Planung des Einsatzes haben Strukturen geholfen, die nach der Flut 2002 aufgebaut wurden.

Zum Abschied - stillgestanden! Die 20 Corona-Soldaten haben das Dresdner Rathaus verlassen.
Zum Abschied - stillgestanden! Die 20 Corona-Soldaten haben das Dresdner Rathaus verlassen.  © Landeshauptstadt Dresden / Georg Thieme

Im zivilen Leben ist Andreas Reschke Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Doch im "Katastrophenfall" wird der 54-jährige Jurist zum Oberstleutnant der Reserve und zum Leiter des Kreisverbindungskommandos Dresden.

Reschke ist seit 2012 im Amt und berät das Rathaus in Krisensituationen: "Wir helfen gern. Dank der Strukturen, die wir entwickelt haben, stimmen wir uns schnell ab und finden passende Lösungen."

Seit 23. November unterstützen daher die durch ihn angeforderten Soldaten des 2. Versorgungsbataillons 131 aus Bad Salzungen die Landeshauptstadt.

Die Soldaten waren im Rathaus vor allem im Kontaktmanagement eingesetzt. Hauptaufgabe: Telefonisch und per E-Mail Kontaktpersonen zu ermitteln, für Infizierte und Kontaktpersonen die Quarantäne anzuordnen sowie Fragen rund um das Thema zu beantworten.

In Berlin halfen Soldaten beim Impfen, in Dresden waren die Kameraden in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt.
In Berlin halfen Soldaten beim Impfen, in Dresden waren die Kameraden in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt.  © imago images/Jochen Eckel
Soldaten erfassten Daten im Computer und ordneten Quarantänen an.
Soldaten erfassten Daten im Computer und ordneten Quarantänen an.  © picture alliance/dpa

Noch immer sind knapp 250 Rathaus-Mitarbeiter im Corona-Einsatz

Auch in Freital halfen Soldaten beim Corona-Abwehrkampf.
Auch in Freital halfen Soldaten beim Corona-Abwehrkampf.  © imago images/Max Stein

Auch die Prüfung von Ausnahmen, insbesondere bei der "Arbeitsquarantäne" für systemrelevantes Personal, gehörte zum Aufgabenspektrum.

Die Soldaten waren in einem Hotel in der Nähe untergebracht.

"Die Bundeswehr war uns eine wertvolle Unterstützung im Einsatz gegen das Coronavirus", dankt Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (44, Linke). Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (53, CDU) lobte die "tolle Zusammenarbeit mit der Truppe."

Nach wie vor sind knapp 250 Rathaus-Mitarbeiter aus verschiedenen Ämtern im Corona-Einsatz.

Und dies ist noch immer bitter nötig. Gestern kamen zwar "nur" 15 neue Corona-Fälle hinzu, allerdings starben 17 Menschen. Die Inzidenz steigt ebenfalls wieder, nach einem Minimum von 45,6 (letzter Mittwoch) liegt der Wert aktuell bei 59,8.

Titelfoto: Landeshauptstadt Dresden / Georg Thieme

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