Corona: Wie echt sind die guten Zahlen?

Dresden - Die Zahlen sehen gut aus! Trotz Lockerungen gibt es in Dresden kaum noch neue Corona-Fälle. Seit Ende Mai ist lediglich einer dazugekommen.

Die Corona-Ambulanz der Uniklinik Dresden.
Die Corona-Ambulanz der Uniklinik Dresden.  © Holm Helis

Damit zählt das Gesundheitsamt bis Montagmittag 624 Infizierte, von denen geschätzt 604 wieder gesund sind. Ob die Zahlen wirklich so niedrig sind, ist allerdings schwer zu sagen. Denn es wird nur wenig getestet.

So wurden bis vergangenen Donnerstag vom Gesundheitsamt lediglich 655 Abstriche durchgeführt beziehungsweise angeordnet. Bei mehr als 560.000 Einwohnern sind das nur gut 0,1 Prozent aller Dresdner.

Dabei hat sich die Zahl der Tests schon deutlich erhöht - allerdings auf niedrigem Niveau. Dabei werden nur Kontaktpersonen zu Infizierten aus Pflegeheimen, sonstigen Wohnheimen und nicht mobile Personen aus dem privaten Umfeld Betroffener getestet.

Das erklärt auch, warum von den 28 Kontaktpersonen, die ein großes städtisches Unternehmen nach zwei Corona-Fällen unter den Mitarbeitern gemeldet hatte, nur vier getestet wurden.

Das habe für einige Verwirrung gesorgt, heißt es aus dem Unternehmen. Nun wird dort geprüft, wie die Mitarbeiter auf Kosten der Firma getestet werden können.

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten.
Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Für Privatleute ohne Symptome ist das auf eigene Rechnung nur in der Corona-Ambulanz der Uniklinik oder bei medizinischen Laboren möglich. Das Test-Drive-in auf dem Gelände der Messe steht nur denjenigen zur Verfügung, die in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Aber hier wird künftig weniger getestet. Das Test-Drive-in hat seit dieser Woche nur noch an einem statt wie bisher an drei Tagen pro Woche geöffnet.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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