Baby-Grab aufs Übelste geschändet: Fassungslose Eltern bitten um Mithilfe!

Radeberg - Was für eine Schweinerei! Auf dem Friedhof in Radeberg bei Dresden kam es Ende Januar zu einer abscheulichen Grab-Schändung. Die Ruhestätte des verstorbenen Babys von Monique M. und ihrem Mann wurde fürchterlich zugerichtet. Beide meldeten sich via Facebook zu Wort. TAG24 hat mit der noch immer fassungslosen Mutter gesprochen.

Hier ist normalerweise das Grab des kleinen Julian. Jede Woche sind seine Eltern da, pflegen die Gedenkstelle. Umso schockierter waren die Eheleute, als sie diese Verschandelung sahen.
Hier ist normalerweise das Grab des kleinen Julian. Jede Woche sind seine Eltern da, pflegen die Gedenkstelle. Umso schockierter waren die Eheleute, als sie diese Verschandelung sahen.  © Screenshot/Facebook Monique M.

"Das Babygrab unseres Sohnes auf dem Friedhof in Radeberg (...) wurde "verunstaltet", ich würde es sogar Schändung nennen!", so Monique M. (37) am Montag schockiert auf Facebook.

Der Anblick dessen, was sich ihr bot, glich einem Albtraum.

"Dem Eulen-Grabstein wurde ein Sack übergezogen, danach mit Schnee und Bierdeckeln ein Smiley und weitere Details wie bei einem Schneemann gestaltet", so die Mutter weiter.

Doch dabei blieb es nicht. Sämtliche Deko-Gegenstände wurden quer über das Grab verteilt, Schneebälle auf die Andachtsstelle geworfen und aufgetürmt. Bierdeckel lagen zudem verstreut auf dem Boden.

Alle Leuchtstecker wurden gezogen, die Grabvase und die Laterne entfernt. Es glich einem gleichermaßen pietätlosen wie makaberem Scherz.

Ungeheuerliche Schändung, Täter schlagen wenige Tage später erneut zu

Das in den Schneeboden gerammt Eisenherz (l.). Daneben der zu einem Mittelfinger geformte Handschuh.
Das in den Schneeboden gerammt Eisenherz (l.). Daneben der zu einem Mittelfinger geformte Handschuh.  © Screenshot/Facebook Monique M.

Zu allem Überfluss wurde dann noch ein Metallherz in den Boden gerammt.

Auf den zugehörigen Stab wurde ein Handschuh befestigt, der einen Mittelfinger zeigte.

"Als mein Mann und ich an das Grab kamen, dachten wir zunächst, es hätte jemand einen Schneemann gebaut. Erst auf den zweiten Blick sahen wir, was wirklich passiert ist", so die 37-Jährige im Gespräch mit TAG24.

Noch viel schlimmer: Nachdem der oder die Täter irgendwann zwischen Freitagnacht und Sonntagnachmittag ihr abscheuliches Werk vollbrachten, haben sie zwischen Montag und Dienstag noch einmal zugeschlagen.

Wieder wurden Gegenstände verrückt und Schneebälle auf dem Grab drapiert.

Familie weiß nicht, wer es getan haben könnte: "Wir haben keine Feinde"

"Mir fehlen die Worte." In der Facebook-Kommentarspalte unter dem Post bekunden zahlreiche Leute ihr Mitgefühl.
"Mir fehlen die Worte." In der Facebook-Kommentarspalte unter dem Post bekunden zahlreiche Leute ihr Mitgefühl.  © Screenshot/Facebook Monique M.

Für die Eheleute an Abscheulichkeit kaum zu übertreffende Gräuel-Taten. Sie bitten um Mithilfe, um den oder die dreisten Täter zu finden.

Auf Facebook machten sie einen Aufruf, erhoffen sich einen Hinweis. Auch die Polizei ist auf den Plan gerufen worden. Sie nahmen vor Ort bereits Spuren, sicherten Beweismittel. Die Ermittlungen laufen.

"Wir sind fassungslos. Wir haben keine Feinde, wissen nicht, wer uns und unserem Sohn so etwas antun möchte", so Monique M. weiter.

Gerade die beiden Eheleute, welche ihren kleinen Julian im Juni 2019 nur vier Tage nach dessen Geburt wieder verloren hatten.

Es war das erste Kind der beiden. Darüber hinaus hatten sie schon eine Fehlgeburt zu verkraften. Nun der nächste Schock.

Nicht der erste Vorfall am Grab des kleinen Julian

Kurz nach dem ersten Angriff auf Julians Grab erfolgte ein zweiter. Unter anderem wurde eine Bäcker-Tüte hier "entsorgt".
Kurz nach dem ersten Angriff auf Julians Grab erfolgte ein zweiter. Unter anderem wurde eine Bäcker-Tüte hier "entsorgt".  © Screenshot/Facebook Monique M.

Schon häufiger kam Julians Mutter zu Ohren, dass insbesondere Kindergräber geschändet wurden. Auf Instagram ist sie über die Seite "Sternkinder" mit anderen ins Gespräch gekommen.

Auch sie selbst wurden schon des Öfteren Opfer von Vandalen und Grab-Dieben.

"Uns wurde vor längerer Zeit schon etwas geklaut. Schon vor zweieinhalb Wochen machte sich bereits irgendjemand an dem Grab zu schaffen, es war jetzt das zweite und dritte Mal innerhalb kürzester Zeit", so Monique.

Über die Anteilnahme freut sie sich indes enorm. "Unser Beitrag wurde über 600 Mal geteilt, das ist der Wahnsinn."

Bleibt nur zu hoffen, dass der oder die Übeltäter möglichst bald geschnappt werden...

Titelfoto: Screenshot/Facebook Monique M.

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