Durchsuchungen und Festnahme: Mutmaßlicher Betrug mit Corona-Subventionen in Sachsen!

Dresden - Der Geschäftsführer zweier Dresdner Firmen zur Vermittlung von Bauleistungen soll sich fast 630.000 Euro an staatlichen Corona-Subventionen erschlichen haben.

Einen 56-Jährigen, dem Subventionsbetrug in sechsstelliger Summe vorgeworfen wird, nahm die Polizei am Dienstag bei einer Razzia fest. (Archivfoto)
Einen 56-Jährigen, dem Subventionsbetrug in sechsstelliger Summe vorgeworfen wird, nahm die Polizei am Dienstag bei einer Razzia fest. (Archivfoto)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der 56-Jährige wurde am Dienstag bei einer Razzia festgenommen und ist in Untersuchungshaft, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der Elbestadt am Mittwoch mitteilten.

Gegen den Mann und fünf weitere Beschuldigte wird wegen Verdachts des bandenmäßigen Subventionsbetrugs in mehr als 20 Fällen ermittelt.

Im Zuge dessen wurden acht Wohnungen und Büros in Dresden sowie je ein Objekt in Görlitz und Lünen (Nordrhein-Westfalen) durchsucht.

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Der Hauptbeschuldigte soll rumänische Arbeitnehmer als Scheinselbstständige deklariert und ihnen unter Drohungen ihre EC-Karten samt PIN abgenommen haben.

Dem Deutschen wird vorgeworfen, in deren Namen zu Unrecht insgesamt knapp 778.000 Euro an Corona-Subventionen bei der Sächsischen Aufbaubank und der Landeshauptstadt beantragt und zum Großteil auch kassiert zu haben.

Nach Überzeugung der Ermittler haben fünf Männer zwischen 32 und 59 Jahren - drei Deutsche, ein Albaner, ein Moldauer - zumindest teilweise an dem Betrug mitgewirkt.

Die Beamten stellten zahlreiche Beweismittel, vor allem Speichermedien, sowie Vermögensgegenstände im Gesamtwert von rund 100.000 Euro sicher, die Hälfte davon als Bargeld, aber auch drei Autos sowie Schmuck. An dem Einsatz waren 70 Beamte beteiligt, die Ermittlungen zu dem Fall seien umfangreich und dauerten an, hieß es.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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