Brandstiftung in Dresden? Container brennt lichterloh, Feuer greift auf Gebäude über

Dresden - Die große, schwarze Rauchsäule war schon von Weitem zu sehen.

Am Ende brachte Löschschaum den gewünschten Erfolg.
Am Ende brachte Löschschaum den gewünschten Erfolg.  © Roland Halkasch

In Dresden-Cotta stand am Sonntagvormittag ein Papiermüll-Container in Flammen. Gegen 9.45 Uhr trafen die ersten Rettungskräfte der Feuerwehr in der Gottfried-Keller-Straße ein.

Der Brand war auf einem Wertstoffhof ausgebrochen, der zu diesem Zeitpunkt abgesperrt war. Da die Feuerwehrleute keine Zeit zu verlieren hatten, verschafften sie sich mit der Hilfe eines Bolzenschneiders Zutritt zum Gelände.

Aus dem 1100 Liter fassenden Papiersammelcontainer schlugen die Flammen derart hoch empor, dass sie drohten, auf weitere Mülltonnen und eine Lagerhalle überzugreifen.

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Laut der Feuerwehr Dresden nahmen mehrere Trupps unter Atemschutz mit einem Stahlrohr den Kampf gegen das Feuer auf.

Mithilfe eines weiteren Stahlrohrs wurde dann eine Riegelstellung aufgebaut, um ein Übergreifen auf das Lagergebäude zu verhindern.

Schließlich bekamen die Retter das Feuer in den Griff, als sie Löschschaum einsetzten. Von dem geschmolzenen Container war am Ende nicht mehr viel übrig, Schlimmeres wurde allerdings verhindert.

Polizei Dresden ermittelt jetzt wegen Brandstiftung

Von dem Container war am Ende nicht mehr viel übrig.
Von dem Container war am Ende nicht mehr viel übrig.  © Roland Halkasch

Nachdem der Brand gelöscht war, begannen die Helden des Tages, mit einer Wärmebildkamera nach möglichen Glutnestern zu suchen.

Von den 22 Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache Löbtau sowie der Stadtteilfeuerwehr Gorbitz wurde bei dem Einsatz zum Glück niemand verletzt.

Dennoch hat der Brand noch ein gehöriges Nachspiel. Die Polizeidirektion Dresden meldet nämlich, dass sie in dem Fall wegen Brandstiftung ermittelt.

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Laut den Beamten haben die Flammen am Ende doch noch auf das Gebäude übergegriffen. Der Schaden wird daher auf circa 2000 Euro geschätzt.

Zumindest konnten die tapferen Einsatzkräfte der Feuerwehr einen noch größeren Schaden abwenden. Sonst wäre es vermutlich bedeutend teurer geworden.

Titelfoto: Roland Halkasch

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