Dreiste Betrugs-Serie erfolgreich: Corona-Schwindler zocken Dresdner Senioren ab!

Dresden - Reibach ohne Skrupel! Wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte, gab es in den vergangenen Tagen in und um der Landeshauptstadt eine ganze Reihe an Fake-Anrufen bei Senioren. Der Trick: Die Täter fordern Geld und Schmuck im Tausch für angebliche Corona-Medikamente.

Immer wieder kommt es zu versuchten "Enkeltricks" per Telefon. So auch in den vergangenen Tagen mehrfach in Dresden bei einer Handvoll Senioren.
Immer wieder kommt es zu versuchten "Enkeltricks" per Telefon. So auch in den vergangenen Tagen mehrfach in Dresden bei einer Handvoll Senioren.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Ihr Kind ist an Corona infiziert und benötigt dringend ein Medikament."

So oder so ähnlich ködern derzeit bislang unbekannte Ganoven Dresdner Senioren am Telefon.

Allein am Freitag und Samstag wurden insgesamt fünf beinahe identisch gelagerte Fälle angezeigt.

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In einem Fall waren die dreisten Verbrecher leider sogar erfolgreich.

Die Masche ist dabei immer dieselbe. Die Senioren werden angerufen und ihnen wird erzählt, dass ihre Tochter oder ihr Sohn an Corona erkrankt sei und es aufgrund der Schwere der Erkrankung dringend erforderlich wäre, schnellstmöglich ein entsprechendes Medikament zu beschaffen.

Dazu wäre allerdings ein Betrag von 27.000 Euro fällig.

Eine 90-Jährige aus Dohna, eine 78-Jährige aus Weinböhla sowie eine 84-Jährige aus der Dresdner Südvorstadt reagierten schnell, wiegelten das Gespräch ab und zeigten den versuchten Betrug sofort bei der Polizei an.

Eine Frau aus Dresden-Kaditz entging einem Vermögensschaden hingegen noch im letzten Moment.

Eine Seniorin tappte schließlich in die Betrüger-Falle

Die Dresdner Polizei hatte am Freitag und Samstag gleich mehrere gleich gelagerte Anzeigen auf dem Tisch.
Die Dresdner Polizei hatte am Freitag und Samstag gleich mehrere gleich gelagerte Anzeigen auf dem Tisch.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Sie teilte dem Anrufer mit, nicht sofort an die geforderten 27.000 Euro zu kommen, würde allerdings auf die Schnelle etwa 4000 Euro lockermachen können.

Der Täter fragte sie in der Folge, ob sie möglicherweise noch Wertgegenstände und Schmuck hätte, welche er ebenfalls haben könne.

Glücklicherweise dämmerte der 93-Jährigen dann der versuchte Betrug. Sie rief ihren Enkel an, welcher sofort zu ihr kam. Zu einer Geldübergabe kam es schließlich nicht.

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Bei einer 90-Jährigen aus Dresden zog die Masche hingegen leider.

Überrumpelt von der Situation, sagte auch sie den Verbrechern, sie könne auf der Stelle nicht die gesamte Summe aufbringen und komme zunächst lediglich an "nur" 3500 Euro heran.

Anders als bei der Frau aus Kaditz, bohrten die Verbrecher nicht weiter nach. Beide Parteien machten sich Ort und Zeitpunkt der Übergabe aus und die Geschädigte übergab dem Unbekannten letztlich die 3500 Euro.

Die Polizei ermittelt zu den Tätern. Aufgrund der Gleichartigkeit des Vorgehens und der geforderten Summen ist es möglich, dass es sich hierbei jedes Mal um ein und der oder dieselben Täter handelte.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa , Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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