Dresdner Juwelenraub: Verlockendes Angebot an die Ganoven

Dresden - Blut ist dicker als Wasser, meint der Volksmund zur Familienbande. Aber auch dicker als 6,5 Millionen Euro? Auf diese Summe ist mittlerweile die Belohnung für Tipps zur Wiederbeschaffung der 2019 aus dem Grünen Gewölbe geraubten Juwelen angewachsen. Ob sich damit ein arabischer Familienclan knacken lässt, ist ungewiss.

Das Grüne Gewölbe in Dresden wurde im November 2019 Schauplatz eines Verbrechens.
Das Grüne Gewölbe in Dresden wurde im November 2019 Schauplatz eines Verbrechens.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Es seien Kunstfreunde, die dem Museum persönlich eng verbunden sind, beschreibt der Berliner Rechtsanwalt Robert Unger jenen privaten Personenkreis, der am Wochenende per Zeitungsannonce eine weitere Million Euro zur Wiedererlangung des Dresdner Staatsgeschmeides aussetzte.

Dass dies in einem besonders in Berlin gelesenen Blatt geschah, ist sicher kein Zufall. Dürfte sich die Offerte doch an Mitglieder des dort lebenden Remmo-Clans richten, der bei den Ermittlungsbehörden im Verdacht steht, im November 2019 das Grüne Gewölbe spektakulär geplündert zu haben. Fünf Mitglieder der aufgrund schwerer Straftaten berüchtigten Araber-Großfamilie sitzen deswegen bereits in U-Haft.

Mit der Polizei arbeite man aber nicht zusammen, versicherte Anwalt Unger im Gespräch mit TAG24.

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Bis heute fehlt vom Schmuck jede Spur

Screenshot aus einem von der Polizei Sachsen veröffentlichten Überwachungsvideo zeigt den Einbruch im Grünen Gewölbe.
Screenshot aus einem von der Polizei Sachsen veröffentlichten Überwachungsvideo zeigt den Einbruch im Grünen Gewölbe.  © -/Polizei Sachsen/dpa

Ziel der Kunstfreunde sei nicht die Verfolgung der Täter, sondern ausschließlich die Rückkehr der Juwelen nach Dresden. Auch die Spender wollen anonym bleiben.

Somit ist das "Juwelen-Lösegeld" auf nunmehr 6,5 Millionen Euro angewachsen. Eine halbe Million hatten zuvor die Ermittlungsbehörden ausgelobt, weitere fünf Millionen offerierte ein unbekannter Kunstmäzen über den Privatdetektiv Josef Resch. Doch die Blutsbande scheint noch zu halten.

Auf die Frage, wie viele Hinweise es seit Veröffentlichung der Auslobung gegeben habe, antwortete Unger "keinen einzigen".

Titelfoto: -/Polizei Sachsen/dpa

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