Flucht mit gefährlicher Ware an Bord: BMW rammt drei Polizeiautos und macht sich aus dem Staub

Radebeul - Gefährlicher Polizeieinsatz am Mittwochabend: Drei Männer flüchteten in Radebeul vor einer Polizeikontrolle. Als die Beamten sie dann doch erwischten, gab es einige brisante Entdeckungen an Bord des Flucht-BMWs.

Bei dem nächtlichen Einsatz wurde ein 45 Jahre alter Polizist leicht verletzt. (Symbolbild)
Bei dem nächtlichen Einsatz wurde ein 45 Jahre alter Polizist leicht verletzt. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Laut einem Bericht der Dresdner Polizeidirektion wurden einige Ordnungshüter gegen 22.20 Uhr auf der A4 auf einen 5er BMW aufmerksam, der offenbar mit gefälschtem Nummernschild unterwegs war.

Der Wagen fuhr von der Autobahn ab, die Polizisten folgten ihm. Und gerade, als die Beamten das verdächtige Fahrzeug in der August-Bebel-Straße in Radebeul anhalten und kontrollieren wollten, wurde es richtig gefährlich.

Der Fahrer des BMWs gab Gas, rammte gleich drei Einsatzfahrzeuge der Polizei und floh anschließend vor den Beamten. Bei diesem rabiaten Manöver entstand einiges an Schaden.

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So wurde nicht nur ein 45 Jahre alter Ordnungshüter leicht verletzt, auch die angefahrenen Autos bekamen einiges ab: Laut dem Bericht liegt der Sachschaden bei circa 27.000 Euro!

Und der Einsatz ging noch weiter: Am Bahnhof Radebeul-Ost gelang es der Polizei dann endlich, den BMW anzuhalten und die drei Insassen vorläufig festzunehmen.

An Bord des BMWs findet die Polizei verbotene Pyrotechnik und eine Waffe

Bei den drei Männern handelte es sich um einen 27-jährigen Ukrainer, der am Steuer des Fluchtautos saß, sowie um einen 26-jährigen Deutschen und einen 34-jährigen Usbeken. Beim Fahrer stellten die Beamten zudem fest, dass er unter Einfluss von Amphetaminen stand.

Als die Polizisten den Innenraum des BMWs untersuchten, machten sie außerdem noch mehr interessante Entdeckungen: In dem Fahrzeug fanden sie weitere gefälschte Autokennzeichen, verbotene Pyrotechnik, Einbruchswerkzeug und zu guter Letzt auch noch eine Druckluftpistole.

Diese Gegenstände erweckten natürlich den Verdacht, dass sie für illegale Zwecke genutzt wurden. Deshalb laufen gegen die drei Männer nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bandendiebstahl.

Gegen den 27 Jahre alten Ukrainer wird außerdem noch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenem Kraftfahrzeugrennen und wegen Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ermittelt.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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