Für 30.000 Euro im Museum geklaut: Polizei schnappt mutmaßliche Täter und Diebesgut!

Wilsdruff - Erfolg für Sachsens Ermittler! Diese konnten zwei Männer (36, 40) schnappen, welche verdächtigt werden, im Oktober 2020 wertvolle Gegenstände aus dem Heimatmuseum Wilsdruff gestohlen zu haben.

Die Polizei schnappte sich zwei mutmaßliche Einbrecher. (Symbolbild)
Die Polizei schnappte sich zwei mutmaßliche Einbrecher. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Kunstraub aus dem Grünen Gewölbe war noch nicht aufgeklärt, da ereignete sich am 22. Oktober in Wilsdruff bei Dresden der nächste spektakuläre Diebstahl.

Die Täter brachen über die Feuertreppe gewaltsam in das Heimatmuseum ein. Dort langten sie zu und ließen wertvolle Gegenstände mitgehen.

So wurden unter anderem verschiedene historische Waffen, eine Zunft-Truhe der Schuhmacher aus dem Jahre 1744, eine Schafschere aus dem Jahr 1925 sowie eine umfangreiche Münzsammlung entwendet. Wert: 30.000 Euro! Der Sachschaden durch den Einbruch betrug dazu auch nochmal 1000 Euro.

Am heutigen Freitag meldete die Polizeidirektion Dresden aber endlich einen großen Ermittlungserfolg.

Demzufolge konnten die mutmaßlichen Täter ausfindig gemacht werden. Haftbefehl wurde bereits erlassen.

Der 36-jährige Beschuldigte wurde am 10. März in Berlin festgenommen. Er sitzt dort aufgrund einer anderen Straftat bereits in Haft.

Sein 40-jähriger Komplize wurde am gestrigen 15. April in Mecklenburg-Vorpommern geschnappt. Beide Tatverdächtige haben bereits mehrere Vorstrafen.

Diese Zunfttruhe (l.) aus dem Jahr 1744 und ein Bierkrug wurden von den Tätern mitgenommen
Diese Zunfttruhe (l.) aus dem Jahr 1744 und ein Bierkrug wurden von den Tätern mitgenommen  © Polizeidirektion Dresden

Ermittler finden zahlreiches Diebesgut - doch wo steckt der Rest?

Auch ein Gewehr, eine Pistole und eine Schafschwere konnten von den Beamten sichergestellt werden.
Auch ein Gewehr, eine Pistole und eine Schafschwere konnten von den Beamten sichergestellt werden.  © Polizeidirektion Dresden

Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten des 36-Jährigen in Berlin konnten die Ermittler viele der gestohlenen Museumsstücke sicherstellen.

Die beiden Beschuldigten hatten versucht, ihre Gegenstände weiterzuverkaufen. Bei zwei Berliner Kunst- und Antiquitätenhändlern schnappten die Kriminalbeamten weitere der wertvollen Gegenstände.

Doch nicht alles von dem Diebesgut tauchte wieder auf. Beispielsweise wird nach der Münzsammlung noch intensiv gefahndet.

Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Kriminalaußenstelle Pirna dauern weiterhin an.

Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa, Polizeidirektion Dresden

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