Raub im Grünen Gewölbe: Weitere Spur in Berlin, "zuversichtlich, die Täter identifizieren zu können"

Dresden - Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe im November 2019 sind weitere Unternehmen im Berliner Stadtgebiet durchsucht worden.

Einbrecher fahren nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe mit einem hellen Audi S6 Kombi mit schwarzem Dach durch Dresden. Das Fahrzeug war kurz darauf in einer Tiefgarage abgestellt und angezündet worden.
Einbrecher fahren nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe mit einem hellen Audi S6 Kombi mit schwarzem Dach durch Dresden. Das Fahrzeug war kurz darauf in einer Tiefgarage abgestellt und angezündet worden.  © Polizeidirektion Dresden/dpa

In mehreren Betriebsstätten, in denen Fahrzeuge foliert werden, wurden Daten und Geschäftsunterlagen sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mitteilte.

Es bestehe der Verdacht, dass dort das von den Tätern für den Coup genutzte und später in Brand gesetzte Fluchtauto, ein Audi S6, äußerlich verändert wurde. 

Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass die Auftragnehmer den Zweck der Folierung nicht kannten. 

Die Firmeninhaber seien nicht tatverdächtig und als Zeugen befragt worden. 

"Wir sind zuversichtlich, die Täter identifizieren zu können"

Das historische Grüne Gewölbe Dresden hatte im Mai erstmals seit dem spektakulären Einbruch im November 2019 wieder geöffnet.
Das historische Grüne Gewölbe Dresden hatte im Mai erstmals seit dem spektakulären Einbruch im November 2019 wieder geöffnet.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

"Bei den Durchsuchungen wurden dann umfangreiche Geschäftsunterlagen und Daten durchgesehen und teilweise sichergestellt", heißt es in der entsprechenden Medieninformation.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Polizei gehen davon aus, dass es mithilfe der Beweismittel gelingen kann, die Identität der Personen festzustellen, die die Folierung in Auftrag gegeben haben.

"Wir sind zuversichtlich, die Täter identifizieren zu können, und das ist ein weiterer Schritt dazu", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Titelfoto: Polizeidirektion Dresden/dpa

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