Heldenhafter Taxi-Fahrer rettet 92-Jährige vor dreistem Corona-Schwindel!

Görlitz - Telefonbetrüger nutzen die aktuelle Corona-Situation schamlos aus! Am Freitag wurden in Görlitz und Bautzen in mindestens zwölf Fällen vorrangig ältere Menschen angerufen, um sich finanzielle Mittel zu erschleichen. Sie nutzten dabei eine angebliche Corona-Notlage aus. In einem Fall wären sie um ein Haar sogar erfolgreich gewesen.

Die Polizei warnt vor einer neuen Corona-Masche von Telefonbetrügern. (Symbolbild)
Die Polizei warnt vor einer neuen Corona-Masche von Telefonbetrügern. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Die bislang unbekannten Personen täuschten in den Telefonaten vor, es  seien enge Verwandte plötzlich schwer an Covid-19 erkrankt und bräuchten deshalb dringend ein Medikament.

Da die Krankenkassen dies nicht zahlen würden, müsste es aus privater Tasche finanziert werden.

Glücklicherweise sind die Angerufenen in beinahe allen Fällen den Betrügern nicht auf den Leim gegangen. In einem Fall konnte ein finanzieller Schaden allerdings erst im letzten Moment verhindert werden - vom Fahrer eines Taxis.

Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, war eine 92 Jahre alte Frau bereit, 14.000 Euro zu zahlen, damit ihr Sohn das Medikament bekommen kann. 

Auf die Frage, ob sie mit ihrem Sohn sprechen könne, meldete sich am anderen Ende der Leitung allerdings nur eine "weinerliche Stimme", wie die Polizei weiter schilderte.

"Ich bekomme keine Luft": Seniorin schon auf dem Weg zur polnischen Grenze

Diese habe dann Sätze gesagt wie "Ich bekomme keine Luft" und "Du bekommst das Geld dann wieder". Im Anschluss übernahm der vermeintliche Arzt wieder den Hörer und redete auf die perplexe Seniorin ein.

Überrumpelt von der Situation machte die Frau dann mit dem "Arzt" einen Treffpunkt an der polnischen Grenze aus, wo sie ihm das Geld übergeben sollte. Dazu schicke er ihr ein Taxi. Allerdings untersagte er ihr, mit anderen Menschen und auch nicht mit dem Taxi-Fahrer über den Sachverhalt zu sprechen.

Glücklicherweise stieg die Frau dann zu einem heldenhaften Chauffeur in den Wagen, der recht schnell merkte, wie aufgelöst sein Fahrgast ist. Er sprach die Frau an, die völlig aufgewühlt trotz Verbotes des vermeintlichen "Doktors" mit der Sprache herausrückte. Der Taxi-Fahrer änderte sofort seine Route und fuhr mit der Frau direkt zum Polizeirevier in Görlitz.

Dort wurde der Fall dann entsprechend aufgenommen.

"Die Polizei bedankt sich für das beherzte Eingreifen des Taxi-Fahrers und bittet alle seine Kolleginnen und Kollegen sowie Angestellte von Banken und Supermärkten, es ihm gleich zu tun. Seien Sie wachsam, fragen Sie nach und schreiten Sie - wenn möglich - ein", so die Beamten in der Polizeimitteilung weiter.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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