Illegal eingereiste Pflegekräfte: Razzia gegen Schleuserring

Oldenburg/Pirna - Eigentlich werden sie dringend benötigt, aber auf diese Weise geht es dann doch nicht: Wegen illegal eingereister Pflegekräfte ging die Bundespolizei in Niedersachsen gegen ein Firmengeflecht vor. Seinen Anfang nahmen die Ermittlungen in Sachsen vor über einem Jahr.

Die Polizei durchsuchte mehrere Wohn- und Geschäftsräume und stellte Beweismittel sicher. (Symbolbild)
Die Polizei durchsuchte mehrere Wohn- und Geschäftsräume und stellte Beweismittel sicher. (Symbolbild)  © 123rf/huettenhoelscher

Im Oktober 2020 war die Bundespolizei zur Routinekontrolle auf der Autobahn 17 unterwegs, erwischte dort drei Serbinnen: "Im Rahmen der Kontrolle wurden bei den Insassinnen Dokumente aufgefunden, welche auf eine illegale Beschäftigung im Bereich des Pflegedienstes schließen lassen konnten", so Bundespolizeisprecher Steffen Ehrlich (59).

"Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen beendete die Bundespolizei den unerlaubten Aufenthalt der drei unerlaubt eingereisten Personen."

Spätestens am Mittwoch zeigte sich jedoch, dass das Trio nur die Spitze des Eisbergs war: Mit 31 Beamten durchsuchte die Bundespolizei einen Firmengeflecht in den niedersächsischen Städten Oldenburg, Bad Zwischenahn und Großefehn, nahm sich dabei Wohn- und Geschäftsräume vor.

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Die Razzia erfolgte im Auftrag der Dresdner Staatsanwaltschaft gegen die Serbin Marina D. (42) in Sombor. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie mindestens 132 Personen zur illegalen Pflege nach Deutschland schleusen ließ.

"Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnten die Personen an den Wohn-und Geschäftsräumen angetroffen werden", so der Bundespolizeisprecher.

Insgesamt 31 Beamte wurden von der Bundespolizei für die Durchsuchungen eingesetzt. (Symbolbild)
Insgesamt 31 Beamte wurden von der Bundespolizei für die Durchsuchungen eingesetzt. (Symbolbild)  © 123rf/andreypopov

"Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen konnten Einsatzkräfte der Bundespolizei umfangreiches Beweismaterial auffinden und sicherstellen. Diese stellten unter anderem digitale Speichermedien, Geschäftsunterlagen und verfahrensrelevante Dokumente sicher."

Titelfoto: Montage: 123rf/huettenhoelscher/123rf/andreypopov

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