Das ist der mutmaßliche Todesfahrer des kleinen Ali (†6)

Dresden - Nach dem schrecklichen Tod des kleinen Ali (†6) an der Budapester Straße (TAG24 berichtete) wurde der mutmaßliche Totraser (31) festgenommen.

Plüschtiere und Blumen: Die Anteilnahme an der Unlücksstelle ist groß.
Plüschtiere und Blumen: Die Anteilnahme an der Unlücksstelle ist groß.  © Tino Plunert

Ein Richter erließ am Montag Haftbefehl und schickte den Syrer ins Gefängnis.

Der Tatverdächtige, der den syrischen Jungen (sollen sich nicht gekannt haben) Samstagabend mutmaßlich bei einem Raser-Duell überfuhr und tödlich verletzte, sitzt jetzt in der JVA Dresden in Untersuchungshaft.

Der Flüchtling lebte bislang in Löbtau und hält sich laut Polizei legal in Dresden auf und verfügt über eine gültige Fahrerlaubnis (wurde jetzt eingezogen).

Das gilt auch für den syrischen Fahrer (23) des 5er-BMW, der in der Friedrichstadt wohnt und auf freien Fuß ist. Gegen ihn wird "nur" wegen eines "verbotenen Kraftfahrzeugrennens" ermittelt, während sich der Unfallfahrer auch wegen fahrlässiger Tötung verantworten muss.

Zeugenhinweise auf ein Raser-Duell haben sich laut Polizei erhärtet. Eine "Autorennen-Szene" gebe es in Dresden allerdings nicht, so Polizeisprecher Marko Laske (46).

Ob sich die Fahrer zum Duell zufällig getroffen oder bewusst verabredet hatten, sei auch Gegenstand der Ermittlungen. Illegale Straßenrennen gelten seit 2017 als Straftat (zuvor Ordnungswidrigkeit), Rasern drohen bis zwei Jahre Haft. Im letzten Jahr ermittelte und erfasst die Polizei 92 Renn-Duelle.

Der mutmaßliche Todesfahrer (31) aus Syrien sitzt jetzt in der JVA Dresden.
Der mutmaßliche Todesfahrer (31) aus Syrien sitzt jetzt in der JVA Dresden.  © Roland Halkasch
Der kleine Ali (†6) flüchtete mit seiner Familie aus Syrien, verlor in Dresden sein Leben.
Der kleine Ali (†6) flüchtete mit seiner Familie aus Syrien, verlor in Dresden sein Leben.  © Christian Juppe

Der Tatverdächtige war bislang nicht auffällig

Laut Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (59) ist der 31-jährige Syrer bislang strafrechtlich nicht auffällig geworden. Ein Test auf Drogen und Alkohol in der Unglücksnacht fiel negativ aus. Der beschlagnahmte Mercedes ist laut Polizei auf den Syrer als Eigentümer zugelassen. Das grundlegende Modell "C 220 CDI" wurde bis 2007 gebaut, ist für wenige tausend Euro gebraucht zu haben.

Die Anteilnahme der Dresdner ist groß. An dem Unglücksort, der Bushaltestelle (Schweizer Straße), legten Dutzende Menschen Blumen, Kerzen und Kuscheltiere ab.

Titelfoto: Roland Halkasch

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