Im Drogenrausch: Mann greift Senior (75) in dessen Auto an und flüchtet damit

Nossen - Am Freitagnachmittag wurde ein 75-jähriger in Nossen von einem Mann in seinem Auto angegriffen. Dieser bedrohte den Senioren zunächst mit einem Messer. Wenig später fuhr er dann mit dessen Wagen davon, ehe er sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte.

Der 29-Jährige Tatverdächtige flüchtete mit dem gestohlenen Wagen des Senioren.
Der 29-Jährige Tatverdächtige flüchtete mit dem gestohlenen Wagen des Senioren.  © Friso Gentsch/dpa

Gegen 17.25 Uhr stieg der Täter demnach an der Waldheimer Straße in den Honda CRV des Geschädigten.

Diesen forderte er dann, unter Androhung von Gewalt und mit einem Messer bewaffnet, auf loszufahren.

Als sich der 75-Jährige weigerte und daraufhin versuchte den Autoschlüssel vom Zündschloss abzuziehen schlug ihm der Täter auf den Arm. 

Im Anschluss gelang es ihm sein Auto zu verlassen. Allerdings ließ er den Fahrzeugschlüssel in der Zündung. 

Der Täter setzte sich in der Folge selber ans Steuer und fuhr los. 

Die Polizeidirektionen Dresden und Chemnitz leiteten kurz darauf entsprechende Fahndungsmaßnahmen ein. 

Schon wenig später wurde der gestohlene Honda dann in Döbeln gesichtet.

Im Anschluss lieferte sich der Flüchtige dann mit der Polizei eine Verfolgungsjagd durch das Döbelner Stadtgebiet. Im Zuge dessen kam es dann zu einem Verkehrsunfall mit dem entwendeten Honda und einem Streifenwagen der Beamten sowie zwei parkenden Autos.

Wie die Polizei mitteilte, entstand dabei ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. 

Polizei stellte nach der Verfolgungsjagd beim Tatverdächtigen Einfluss von Rauschmitteln fest

Nachdem der Honda zum Stehen kam, wurde der Tatverdächtige von den Beamten aus dem Auto geholt und gestellt. Er habe offensichtlich sowohl unter Drogen- als auch unter Alkoholeinfluss gestanden, so die Polizei weiter.

Der 29-Jährige Deutsche muss sich nun wegen räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer und diverser weiterer Verkehrsdelikte verantworten.

Der Senior blieb indes glücklicherweise körperlich nahezu unversehrt und kam mit dem Schrecken davon.

Die Ermittlungsarbeiten der Polizei laufen indes noch weiter.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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