In Bus und Bahn gilt 3G: Mit der Polizei auf Corona-Kontrolle

Dresden - Seit gut einer Woche gilt in Sachsens Bussen und Bahnen 3G und die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken. Die Einhaltung dieser Regeln zu kontrollieren, ist unter anderem die Aufgabe von Polizei-Oberkommissar Kahl (30). Er ist einer von durchschnittlich 16 Polizisten, die pro Tag in Dresden auf Corona-Streife gehen. Mal allein, mal zusammen mit dem städtischen Ordnungsamt.

Polizist Kahl (30) und seine Kollegin schauen, ob alle Fahrgäste die richtigen Masken tragen.
Polizist Kahl (30) und seine Kollegin schauen, ob alle Fahrgäste die richtigen Masken tragen.  © Benno Löffler

An diesem Nachmittag ist er mit einer Kollegin unterwegs. Nach dem Einsteigen in die erste Straßenbahn am Pirnaischen Platz müssen sie nicht lange nach Verstößen suchen.

Zwar haben alle Fahrgäste Masken auf, einige aber nur medizinische. Die werden von den Polizisten freundlich auf die FFP2-Maskenpflicht hingewiesen.

"Wir bemühen uns aufzuklären. Die Leute wissen es teilweise nicht, weil sich die Regeln ständig ändern", sagt er. In der Bahn wird zwar auf die Maskenpflicht hingewiesen - nicht aber, welche zu tragen ist.

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"Tut mir leid, das wusste ich nicht", sagt auch eine junge Mama, als sie angesprochen wird. Auf die Entschuldigung folgt ein "Vielen Dank", als Kahl ihr sagt, dass sie dieses Mal kein Bußgeld zahlen muss. Das würde 100 Euro betragen.

Auch ein Mann mittleren Alters ist überrascht, dass er die falsche Maske trägt und erkundigt sich, wo er auf die Schnelle eine FFP2-Maske herbekomme. Als die Bahn am Altmarkt hält, eilt er dann auch sofort heraus, um die nächste Apotheke anzusteuern.

Wenig später wird einem ertappten Fahrgast gleich von einer Mitfahrerin geholfen, die ihm eine neue FFP2-Maske reicht. "Ich habe gesehen, dass es ihm unangenehm war. Da habe ich geholfen", erzählt Claudia W., die immer zusätzliche Masken dabei hat.

TAG24-Redakteur Alexander Buchmann (35) begleitete die Polizisten bei ihrer Corona-Streife.
TAG24-Redakteur Alexander Buchmann (35) begleitete die Polizisten bei ihrer Corona-Streife.  © Benno Löffler
Weil ein anderer Fahrgast die falsche Maske trug, schenkte Claudia W. ihm kurzerhand eine.
Weil ein anderer Fahrgast die falsche Maske trug, schenkte Claudia W. ihm kurzerhand eine.  © Benno Löffler
Sabine Dintner (60) begrüßt die Kontrollen und zeigt gern ihren Impfausweis.
Sabine Dintner (60) begrüßt die Kontrollen und zeigt gern ihren Impfausweis.  © Benno Löffler

Kein 3G-Nachweis kann mit bis zu 2500 Euro bestraft werden

Stichprobenartig werden auch die 3G-Nachweise kontrolliert, ohne die man nicht im ÖPNV unterwegs sein darf.
Stichprobenartig werden auch die 3G-Nachweise kontrolliert, ohne die man nicht im ÖPNV unterwegs sein darf.  © Benno Löffler

Wer einsichtig ist, dem blieb diesem Tag ein Bußgeld erspart. Darauf können Fahrgäste, die keinen 3G-Nachweis vorweisen können, nicht hoffen. "Wenn jemand ungeschützt Bus oder Bahn fährt, müssen wir das ahnden", sagt die Polizistin. Und das kann bis zu 2500 Euro kosten.

Verstöße wurden bei den stichprobenartigen Kontrollen nicht festgestellt. Das sei nicht ungewöhnlich, erklärt Kahl. Weil auf Arbeit getestet werde, habe ein Großteil einen Nachweis dabei.

Viele holen auch sofort ihre Handys oder Impfausweise raus. "Sie werden staunen, ich wurde schon geboostert", sagt Sabine Dintner (60), als sie angesprochen wird.

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Dass die Polizei kontrolliert, findet sie gut. Und damit ist sie nicht alleine. "Ich finde das gut und habe kein Problem damit", sagt auch ein Handwerker einige Sitzplätze weiter.

Warten auf die nächste Bahn: In denen kontrollierten die Beamten die Corona-Regeln.
Warten auf die nächste Bahn: In denen kontrollierten die Beamten die Corona-Regeln.  © Benno Löffler

Die aktuelle Situation erfordere das.

Titelfoto: Benno Löffler

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