Staatsschutz ermittelt: DVB-Fahrer soll iranisches Pärchen beleidigt haben

Dresden - Hat ein Dresdner Straßenbahnfahrer ein iranisches Pärchen beleidigt? Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden hat Ermittlungen gegen einen 64-Jährigen eingeleitet.

Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden ermittelt gegen den Straßenbahnfahrer der Linie 13. (Symbolbild)
Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden ermittelt gegen den Straßenbahnfahrer der Linie 13. (Symbolbild)  © Thomas Türpe, Thomas Fehr/123RF

Laut Angaben der Polizei soll sich der Vorfall am Montagabend gegen 19.45 Uhr in Dresden-Reick zugetragen haben.

Ein 64 Jahre alter Straßenbahnfahrer wird verdächtigt, eine 21-jährige Iranerin sowie ihren 26 Jahre alten Partner wegen ihrer Herkunft beleidigt zu haben.

Nach ersten Ermittlungen saß das Paar in einer Tram der Linie 13 in Richtung Prohlis.

Während der Fahrt drehte sich der 64-Jährige wohl zu der jungen Frau um und warf ihr "Luftküsse" zu.

Mit Handzeichen gab ihr Begleiter dem Fahrer zu verstehen, dies zu unterlassen.

Kurz darauf öffnete der 64-jährige Mann seine Kabinentür und beleidigte die beiden iranischen Staatsbürger.

Das junge Pärchen stieg an der Haltestelle Lohrmannstraße aus und verständigte die Polizei.

"Die Beleidigungen waren fremdenfeindlich und rassistisch", so Polizeisprecher Marko Laske (45). "Deshalb hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen."

Nach TAG24-Information stellt der Fahrer die Situation allerdings komplett anders dar. Auch aus der Pressestelle gibt man sich zurückhaltend.

"Nach den uns bisher vorliegenden Informationen können wir den Verdacht nicht bestätigen. Jetzt müssen erstmal die Ermittlungsbehörden den Fall prüfen", sagte DVB-Sprecher Falk Lösch (55) gegenüber TAG24. "Bis zum Nachweis der Tat gilt er als unschuldig."

Titelfoto: Thomas Türpe, Thomas Fehr/123RF

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