Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe: Anklage gegen sechs Tatverdächtige!

Dresden - Bewegung im Fall des spektakulären Juwelendiebstahls im Grünen Gewölbe in Dresden! Nach Angaben der Dresdner Staatsanwaltschaft wurde nun gegen die sechs zuvor gefassten dringend Tatverdächtigen Anklage erhoben.

Zwei Männer waren am 25. November 2019 in das berühmte sächsische Schatzkammermuseum im Residenzschloss eingedrungen und haben Juwelen gestohlen.
Zwei Männer waren am 25. November 2019 in das berühmte sächsische Schatzkammermuseum im Residenzschloss eingedrungen und haben Juwelen gestohlen.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Den 23 bis 28 Jahre alten Männern wird demnach schwerer Bandendiebstahl, Brandstiftung sowie besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstagvormittag mit.

Mit Ahmed Remmo (23) wurde am 19. August der sechste dringend Tatverdächtige in Berlin festgenommen. Dabei wurden auch weitere Beweismittel sichergestellt.

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Die Angeklagten stammen allesamt aus dem berüchtigten Remmo-Clan, eine Berliner Großfamilie, die unter anderem auch in den Goldmünzen-Diebstahl aus dem Berliner Bode-Museum im Jahr 2017 verwickelt gewesen waren.

Am 25. November 2019 stahlen zwei Männer zahlreiche Kunstschätze aus dem sächsischen Schatzkammermuseum im Dresdner Residenzschloss. Sie drangen in das Gebäude ein, zertrümmerten mit einer Axt die Vitrine und nahmen die Beute anschließend mit.

Das Fluchtauto brannten sie danach in der Nähe der Autobahn in einer Tiefgarage ab.

Diebstahl soll auf das Konto des Remmo-Clans gehen, von der Beute fehlt noch immer jede Spur

Diese vier Männer sollen den Tatort zuvor ausgespäht haben.
Diese vier Männer sollen den Tatort zuvor ausgespäht haben.  © Polizeidirektion Dresden

Das Diebesgut war von unschätzbarem Wert. Von der Beute fehlt noch immer jede Spur. Die Ermittlungen dahingehend dauern noch an.

Zudem wird weiter nach Tatverdächtigen, Hintermännern und Gehilfen gesucht.

Seit März 2021 laufen die Ermittlungen gegen vier inzwischen identifizierte Personen, die den Tatort vor den Millionen-Diebstahl ausgespäht haben sollen.

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Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens. Auf die mutmaßlichen Täter könnten Freiheitsstrafen von bis zu 10 oder 15 Jahren warten.

Da zwei der Beschuldigten zur Tatzeit 22 Jahre alt waren, wurde für sie an der Jugendkammer Anklage erhoben.

Titelfoto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

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